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Der Marion-Dönhoff-Preis geht an Gerhart Baum und Wjasna

Der Politiker und Jurist Gerhart Baum und die belarussische Menschenrechtsorganisation Wjasna werden mit dem Marion-Dönhoff-Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet. Der Preis wird in diesem Jahr zum 19. Mal von der Wochenzeitung DIE ZEIT, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und der Marion Dönhoff Stiftung verliehen. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.

Die Marion-Dönhoff-Preisverleihung, die für heute, 28. November 2021, im Deutschen SchauSpielHaus in Hamburg geplant war, wurde aufgrund der Pandemielage abgesagt.

Gerhart Baum erhält den Hauptpreis. Der Politiker und Jurist hat sein politisches Leben dem Kampf für die Freiheit gewidmet und sich für den Schutz der Menschenrechte eingesetzt. Bundesminister a. D. Sigmar Gabriel schreibt in seiner Laudatio an Baum gewandt: „Sie standen immer für einen empathischen Freiheitsbegriff, den Sie immer wieder entschlossen verteidigt haben – gegenüber allzu staatsgläubigen, und auch gegenüber allzu marktgläubigen Positionen.“

Gerhart Baum hebt in seinen Dankesworten hervor: „Wir erleben eine neue Phase der deutschen Politik, in der sich die ökologischen, sozialen und an der Freiheit des Individuums und des Marktes orientierten Ziele zu einem neuen Aufbruch zusammengefunden haben. Das macht mir Hoffnung.“

Die belarussische Menschenrechtsorganisation Wjasna, die sich für Demokratie und Bürgerrechte in Belarus einsetzt, erhält den Förderpreis. Laudatorin Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, betont: „Demokratische Oppositionen in autoritären Systemen sind auf das Licht der Weltöffentlichkeit angewiesen. Denn Diktaturen wuchern im Dunkeln noch schneller als im Licht. Wjasna richtet seit 25 Jahren den Scheinwerfer auf Missbrauch und Missstände in ihrem Heimatland Belarus. Und sie macht uns zu Zeugen: ‚Seht her, seht, was hier geschieht!‘. Jeder Name auf der von Wjasna geführten Liste der politischen Gefangenen, die im letzten Jahr erschreckend gewachsen ist, ist eine Anklage – über 800 Namen lang. Die Verleihung des Marion-Dönhoff-Preises ist unser Versprechen: Niemand auf dieser Liste wird vergessen!“

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