Home > Bücher in den Medien > Umgeblättert heute: „Mehr als nur ein kämpferisches Buch gegen den Nationalsozialismus“

Umgeblättert heute: „Mehr als nur ein kämpferisches Buch gegen den Nationalsozialismus“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

„Wer Fuchs heißt, pflegt einen rötlichen Stil“: Er selbst hielt es für das Sinnvollste, was er geschaffen hat: Jules Renards Tagebucheinträge in Auswahl. „In seinem erstmals 1925 bis 1927 in fünf Bänden postum (durch Henri Bachelin, nach einer Säuberung durch die Witwe) veröffentlichten Tagebuch zeigt sich Renard von seiner besten Seite.“
  • Jules Renard, Nicht so laut, bitte! Wenn Sie die Wahrheit sagen, schreien Sie immer so. Tagebuch 1887–1909. (illustriert von Nikolaus Heidelbach; aus dem Französischen von Liselotte Ronte; Kampa Verlag)

„Im Frühjahr 1933 duftete es auch nach Blüten“: Grete Weil erzählt in ihrem aus dem Nachlass veröffentlichten Roman Der Weg zur Grenze vom NS-Terror. „Es ist mehr als nur ein kämpferisches Buch gegen den Nationalsozialismus. Ins Fiktionale versetzt, schreibt sich Grete Weil ihre Lebensgeschichte vom Leib. Die Rahmenhandlung spielt im Jahr 1936 und handelt davon, wie die jüdische Deutsche Monika Merton, getarnt als Ski-Ausflüglerin, über die Grenze nach Österreich zu fliehen versucht.“

  • Grete Weil, Der Weg zur Grenze. Roman. (hrsg. und mit Nachwort von Ingvild Richardsen; Verlag C. H. Beck)

„Das ist ihr Novemberjahr“: Die dänische Autorin Solvej Balle vermisst im ersten Teil ihres auf sechs Bände ausgelegten Zyklus Über die Berechnung des Rauminhalts per Zeitschleife nicht nur den Raum, sondern auch Zeit und Geborgenheit. “ Still und ruhig erzählt er von einer Frau, deren Nähe zu einem Mann sich allmählich verliert, von der Liebe, die eben noch von eingeübten Alltagsmustern getragen wurde, der Bindung, die sich zu lockern beginnt, der Distanz, die eines Tages als solche empfunden und vergrößert wird, dem rat­losen Warten auf eine Idee, mit der sich alles wieder umkehrt.“

  • Solvej Balle, Über die Berechnung des Rauminhalts I. Roman. (aus dem Dänischen von Peter Urban-Halle; Matthes & Seitz)

heute nichts

„Die Lage entzerren“: Bloß kein Gebrüll! In sympathischer Entspanntheit ordnet Friedrich Christian Delius seine Erfahrungen. „In seinem neuen Buch, das nach seinem Tod im Mai 2022 jetzt posthum erschienen ist, hat er verschiedene Aufzeichnungen zusammengestellt, deren Thema jeweils mit dem Buchstaben A beginnt.“

  • Friedrich Christian Delius, „Darling, it’s Dilius!“ Erinnerungen mit großem A. (Rowohlt Berlin)
Anzeige
Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige

Führungswechsel im Hinstorff Verlag

Nach über 23 Jahren übergibt Eva Maria Buchholz zum 1. Januar 2026 die Leitung des traditionsreichen Rostocker Hinstorff Verlages an ihren bisherigen Stellvertreter Andreas Meyer. Unter ihrer Leitung hat sich

weiterlesen