
Welche Bücher werden in den aktuellen gedruckten Ausgaben der Wochenzeitungen Der Freitag und Die ZEIT besprochen?
Der Freitag Ausgabe 9:
Es ergibt jetzt alles Sinn. Judith Hermann schreibt über ihren Großvater, der bei der SS war. Sie findet eine Sprache. von Laura Ewert
Ich möchte zurückgehen in der Zeit – Judith Hermann S. Fischer 2026, 160 S., 23 €
Philosophie im Suppentopf. Mit sächsischer Hausmannskost und Ironie würzt Jens Sparschuh seinen Roman über einen ehemaligen Gastrokritiker. von Michael Hametner
Der Waldmeister – Jens Sparschuh. Kiepenheuer & Witsch 2026, 368 S., 24 €
Die Fünf: Raus aus der „Lifestyle-Teilzeit“ oder weniger Krankheitstage: Hauptsache, mehr Arbeit! Das fordern weite Teile der CDU. Katharina Walser stellt fünf Bücher vor, die zeigen, warum mehr Arbeit nicht automatisch zu Glück, oder Sicherheit führt.
Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten? – Sara Weber KiWi 2023, 240 S., 18 €
Am laufenden Band. Aufzeichnungen aus der Fabrik – Joseph Ponthus. Mira Lina Simon, Claudia Hamm (Übers.), Matthes & Seitz 2021, 239 S., 24 €
Equal Care. Über Fürsorge und Gesellschaft – Almut Schnerring, Sascha Verlan, Verbrecher Verlag 2020, 160 S., 16 €
Brauchbare Menschen. Erzählungen – Magdalena Schrefel. Suhrkamp 2022, 183 S., 16 €
Und so blieb man eben für immer. Gastarbeiter:innen und ihre Kinder – Jehona Kicaj, Carl Philipp Roth (Hg.), re:sonar Verlag 2023, 112 S., 16 €
Die ZEIT Ausgabe 10:
Der Krieg ist vorbei
Die jetzt aufgetauchten Notizen des Dramatikers Heiner Müller
Von Florian Illies
Aus dem Jahre 1945 ist uns nach einer langen Reise durch Raum und Zeit jetzt ein kleines rotes Notizbuch erschienen, dessen Inhalt uns aus der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Sinn und Form (1/2026) in -Auszügen entgegenfunkelt. Es sind Notizen von Heiner Müller, dem -geschichtsbesessenen Dramatiker, von dem wir nach der Lektüre dieser Aufzeichnungen von 1945 wissen, dass er nicht erst zu Lebzeiten der DDR größer dachte als sein Staat, sondern auch schon vor dessen Gründung.
Das bringt‘s
Der israelische Autor Tomer Gardi hat ein Buch über Essenslieferanten geschrieben. »Liefern« ist kein Elendsporno, sondern eine rasante Reise durch ein globalisiertes Unterdrückungssystem. Von Eva Menasse
Tomer Gardi: Liefern. A. d. Hebr. v. Anne -Birkenhauer; Tropen, -Stuttgart 2026; 320 S., 25,– €
Hinrichtungen im Morgengrauen
Norbert Gstrein hat einen Jahrhundertroman von brutaler Eleganz geschrieben VON CHRISTOPH SCHRÖDER
Norbert Gstrein: Im ersten Licht. Roman; Hanser, München 2026; 416 S., 27,– €
Kolumne: Liebe von Volker Weidermann
Eine Frage der Schuld – Anlässlich der ›Kreutzersonate‹ von Lew Tolstoi. Ein wundervolles, zartes, poetisches Buch, 2008 von Ursula Keller und Alfred Frank ins Deutsche übertragen und bei Manesse erschienen.
Sachbuch-Bestenliste März 2026