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Bestenliste: Die Sachbücher des Monats Mai 2026

Die Medienunternehmen Die Welt, Radio 3 RBB, Neue Zürcher Zeitung und ORF-Radio Österreich 1 stellen monatlich die „Sachbücher des Monats“ zusammen. Dieses Mal dabei:

  1. Ines Geipel

Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung, S. Fischer Verlag, 336 Seiten, € 25,00

  • Heinrich Geiselberger, Thomas Biebricher et al. (Hg.)

Oben rechts. Rechtspopulismus als Klassenprojekt, Suhrkamp Verlag, 271 Seiten, € 20,00

  • Golo Maurer

Olevano. Als ein paar romantische Aussteiger in Italien die deutsche Kunst erfanden, C. H. Beck Verlag, 384 Seiten, € 29,90

  • Jill Lepore

We The People. Eine Geschichte der amerikanischen Verfassung. Übersetzt von Werner Roller und Annabel Zettel, C. H. Beck Verlag, 920 Seiten, € 48,00

  • Elisabeth Lenk

Kritische Schriften. Essays, herausgegeben von Rita Bischof, Verlag Matthes & Seitz Berlin, 718 Seiten,

€ 44,00

  • Stephen Greenblatt

Dunkle Renaissance. Wie Shakespeares größter Rivale Christopher Marlowe die Konventionen sprengte und die Literatur revolutionierte. Übersetzt von Susanne Held, Siedler Verlag, 416 Seiten, € 28,00

  • Agnes Callard

Sokrates. Wie man durch ein philosophisches Leben die Angst vor fast allem verliert. Übersetzt von Antje Korsmeier, C. H. Beck Verlag, 429 Seiten, € 29,90

  • Klaus Bittermann/Christoph Hesse (Hg.)

Umkämpfte Geschichte. Einsprüche gegen die Umdeutung des 7. Oktober, Edition Tiamat, 304 Seiten, € 28,00

  • Klaus Brinkbaumer

             Der amerikanische Albtraum. Faschismus made in USA, S. Fischer Verlag, 352 Seiten, € 24,00

  1. Daniel Haas

Einsamsein. Eine Befreiungsgeschichte, Goldmann Verlag, 225 Seiten, € 22,00

Besondere Empfehlung des Mai: Michael Krüger (Schriftsteller, Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste): Stefan Müller-Doohm, Frankfurt als geistige Lebensform. Erinnerungen und Essays, Wallstein Verlag, 192 Seiten, € 24,00

Auch wenn die Hochhäuser in der Frankfurter City nicht mehr alle bis obenhin mit Geld gefüllt sind, bilden sie doch eine Skyline, die für die Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik steht. Aber Frankfurt -„keine Stadt, die Flaneure durch ihre Schönheit besticht“ (Jürgen Habermas) – ist eben auch die Stadt, in der nach dem Krieg mit der Rückkehr des Instituts für Sozialforschung und der Lehrtätigkeit von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno und später mit Jürgen Habermas und Alexander und Margarete Mitscherlich, mit dem Fritz Bauer Institut, mit den Verlagen S. Fischer und Suhrkamp, mit der Buchmesse, mit dem Hessischen Rundfunk und seinen Redakteuren Adolf Frisé und Gerd Kalow, die damals noch für die Verbreitung der Kultur zuständig waren, mit den Frankfurter Heften und der FAZ und vielen anderen Initiativen und Institutionen ein geistiges Zentrum entstand, das die intellektuelle Physiognomie der Bundesrepublik entscheidend geprägt hat. Der Soziologe Stefan Müller-Doohm, Sohn eines Frankfurter Verlegers und Sammler der Bücher der Eremitenpresse von VauO Stomps, seit 1974 Professor in Oldenburg und Autor zweier in der ganzen Welt gelesener Biografien von Adorno und Habermas, hat seine formal ganz unterschiedlichen Beiträge zu Frankfurt als geistiger Lebensform gesammelt: ein wunderbarer Rückblick auf eine Zeit, als der Schraubstock von Ökonomisierung und Bürokratisierung der Hochschulen seine zerstörerische Arbeit noch nicht aufgenommen hatte. (Michael Krüger)

Die Jury: Tobias Becker, Der Spiegel; Natascha Freundel, radio 3 vom rbb; Dr. Eike Gebhardt, Berlin; Knud von Harbou, Feldafing; Prof. Jochen Hörisch, Unversität Mannheim; Günter Kaindlstorfer, Wien; Dr. Otto Kallscheuer, Sassari, Italien; Petra Kammann, FeuilletonFrankfurt; Jörg-Dieter Kogel, Bremen; Dr. Wilhelm Krull, Hamburg; Marianna Lieder, Berlin; Lukas Meyer-Blankenburg, Redaktion Das Wissen, SWR; Gerlinde Pölsler, Der Falter, Wien; Marc Reichwein, DIE WELT; Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung; Prof. Dr. Sandra Richter, Deutsches Literaturarchiv Marbach am Neckar; Wolfgang Ritschl, ORF Wien; Florian Rötzer, krass-und-konkret, München; Norbert Seitz, Berlin; Mag. Anne-Catherine Simon, Die Presse, Wien; Prof. Dr. Philipp Theisohn, Universität Zürich; Dr. Andreas Wang, Berlin; Prof. Dr. Harro Z

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