
Das kommende Jahr steht in Fellbach ganz im Zeichen der Literatur: Im April 2027 wird der renommierte Mörike-Preis zum dreizehnten Mal verliehen. Wer die Auszeichnung erhält, wird schon im November feststehen.
Die Auswahl trifft allein die Vertrauensperson, die stets eine bekannte Größe des Literaturbetriebs ist. Das Kulturamt freut sich, die Autorin und Journalistin Ronya Othmann für die ehrenvolle Aufgabe gewonnen zu haben, die Preisträgerin oder den Preisträger 2027 zu küren. Den Richtlinien entsprechend wurde Ronya Othmann von einem Jurorenteam in Absprache mit dem Kulturamt benannt. Die zwei Jurorinnen waren dieses Jahr Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach, und Sigrid Köhler, Professorin für neuere deutsche Literatur an der Universität Tübingen.
Ronya Othmann wurde 1993 in München geboren und lebt in Berlin. Für ihre Lyrik und Prosa wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2019 für ihren Text „Vierundsiebzig“ und dem Mara-Cassens-Preis 2020 für den Debütroman „Die Sommer“. Der Gedichtband „die verbrechen“ (2021) erhielt den Orphil-Debütpreis Wiesbaden und den Düsseldorfer PoesieDebütPreis. 2018 hatte sie mit Beliban zu Stolberg und Eser Aktay das Grenzgänger-Stipendium für die Türkei der Robert Bosch Stiftung inne und war Mitglied der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok in der Autonomen Region Kurdistan, Irak. Seit 2021 schreibt sie für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Kolumne „Import Export“. Zuletzt erschienen ihre Bücher „Vierundsiebzig“ (2024) und „Rückkehr nach Syrien. Reise in ein ungewisses Land“ (2025). Wen Ronya Othmann als würdige Fellbacher Mörike-Preisträgerin oder als würdigen Preisträger erachtet, wird das Kulturamt in den nächsten Wochen bekannt geben.Der 13. Mörike-Preis der Stadt Fellbach wird am Mittwoch, 21. April 2027 verliehen.
Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger seit 1991 sind Wolf Biermann, Sigrid Damm, W. G. Sebald, Robert Schindel, Brigitte Kronauer, Michael Krüger, Ernst Augustin, Jan Peter Bremer, Jan Wagner, Elke Erb, Leif Randt und Jaroslav Rudiš.







