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Deutsche Bonnier Verlage stellen zum 1. Juli auf Wasserzeichen um

Verlage wie DuMont page(62755 )haben es vorgemacht, jetzt folgen die deutschen Bonnier Verlage (u.a. Piper, Ullstein, Carlsen, arsEdition, Thienemann-Esslinger und Berlin Verlag): Auch sie stellen zum 1. Juli 2015 beim Kopierschutz für E-Books auf weiches DRM (Wasserzeichen) um. Bonnier – CEO Christian Schumacher-Gebler erklärt diesen Schritt:

„Um unsere E-Books vor illegalen Downloads zu schützen, verwendeten wir bisher ein sogenanntes „hartes DRM“, das eine Registrierung bei der Firma Adobe erfordert. Der Leser muss sich auf komplizierte Weise anmelden und kann das E-Book nur auf registrierten Geräten lesen. Von uns durchgeführte Tests haben gezeigt, was auch von Urheberrechts-Experten bestätigt wird: Wer den Kopierschutz des „harten DRM“ umgehen möchte, kann dies relativ einfach tun. Die Zahl illegaler Downloads richtet sich nicht nach der Härte des Kopierschutzes, sondern nach der Begehrlichkeit eines Titels: Bestseller tauchen in den Tauschbörsen überproportional auf.
 
Auch aus dem Handel war immer wieder an uns herangetragen worden, dass die komplizierte DRM-Technik die Leser frustriere und einen klaren Wettbewerbsnachteil etwa gegenüber Amazon schaffe. Mit dem Verzicht auf hartes DRM unterstützen wir alle Handelsteilnehmer gleichermaßen und schaffen etwaige Wettbewerbsbarrieren ab. Insbesondere der unabhängige Buchhandel kann seinen Kunden damit das Lesen von erworbenen E-Books deutlich erleichtern.

Aus diesen Gründen werden die E-Books der genannten Verlage künftig nicht mehr mit hartem DRM, sondern durch ein digitales Wasserzeichen, das sogenannte „weiche DRM“, geschützt. Als Signatur wird ein nicht sichtbares Muster in den Text des Buches hineincodiert. Wir werden zudem eine prägnante Seite mit Warnhinweisen in die E-Books einbauen, ein zusätzlicher psychologischer Effekt, der an die Sorgfaltspflicht der Leser appelliert.

Wir sind zuversichtlich, mit dieser kundenfreundlicheren Lösung das Urheberrecht unserer Autoren ebenso zuverlässig zu schützen wie bisher, zugleich für unsere digitalen Bücher noch mehr und noch zufriedenere Leser zu gewinnen sowie alle Marktteilnehmer optimal zu unterstützen.

Die Umstellung auf weiches DRM werden wir zum 1. Juli dieses Jahres vornehmen. Parallel dazu werden wir unsere ohnehin intensiven Maßnahmen zur Entdeckung und Verfolgung von Urheberrechtsverstößen weiter ausbauen und vorantreiben.“

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