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Brunnen-Autorin Hatune Dogan heute in Report München / Thema: 100 Jahre nach dem Völkermord im Osmanischen Reich

Brunnen-Autorin Hatune Dogan wird heute 21.45 Uhr in Report München auftreten. Thema: der Genozid am armenischen Volk – und wie die Türkei das Gedenken in Deutschland behindert.

Stefan Meining hat Brunnen-Autorin Hatune Dogan in die Türkei begleitet und in Deutschland und der Türkei recherchiert. Schwester Hatune steht als Beispiel für die verfolgten Christen und ist deren Chronistin. Sie erlebte als Kind in der Türkei selbst Verfolgung. Als ihr Vater wegen seines christlichen Glaubens eine Todesdrohung erhielt, flohen sie nach Deutschland. Heute ist Hatune regelmäßig in der Türkei, im Libanon und im Nordirak in den Flüchtlingslagern und hilft den verfolgten Christen, Jesiden und Muslimen.

Im April 1915, während des I. Weltkrieges, begann im damaligen Osmanischen Reich die planmäßige Vernichtung von weit über einer Million Christen der unterschiedlichsten Konfessionen und Nationalitäten. Die meisten Opfer waren armenische Christen. Deutschland, das damals ein Verbündeter des Osmanischen Reiches war, war über diese Verbrechen informiert. Indes lehnt es die Bundesrepublik wie auch die moderne Türkei ab, dieses Menschheitsverbrechen als „Völkermord“ zu bezeichnen.

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