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Keine gedruckte Vorschau mehr ab 2017?

In BuchMarkt 08/2014 gibt Tom Erben einen Überblick zum Stand der Dinge in Sachen elektronische Vorschau.

Die MVB wird zur Frankfurter Buchmesse einen Umsetzungsplan für die digitale Vorschau vorstellen. Aber sind die Verlage auf ein solches Szenario vorbereitet? Und wollen die Buchhändler auf die Institution Vorschau verzichten?

Es ist ein Anachronismus, dass Titeldaten im Internet aktueller sind, als in den Vorschauen, die dem Buchhändler einst exklusiv und vorab das aktuellste Wissen zur Verfügung stellten, sagt Tom Erben. Und dass der Buchhändler seine Kunden multimedial mit Leseproben und Trailern Appetit machen kann, selbst aber noch einkauft wie vor 100 Jahren. Zu alt, zu langsam, zu teuer – müssen wir die alte Tante Vorschau in Rente schicken?

Susanne Hellmann, Geschäftsleiterin Vertrieb bei Dussmann, Das Kulturkaufhaus bringt die Vorteile eines zentralen Titelinformationssystems aus Händlersicht auf den Punkt: „Wenn ich so vor mich blicke auf die acht Wannen mit Vorschauen, wäre ich sehr glücklich, wenn ich das Angebot der Verlage nach meinen Einkaufskriterien vorsortieren könnte: Themen, Termine, Verlage, Genres, Warengruppen – das würde eine Menge Zeit sparen!“
Wie langer wird es also noch dauern, bis die gedruckten Vorschauen verschwinden? „Random House rechnet damit, ab 2017 keine Vorschauen mehr in der bisherigen Form drucken zu müssen,“ sagt Geschäftsführerin Vertrieb und Marketing Claudia Reitter.
Die Buchhändler scheinen also bereit, und auf die Verlage kommt viel Arbeit zu. Doch Verlage verlören mit gedruckten Vorschauen ein zentrales Instrument der Markenführung, mahnt Tom Erben.

Lesen Sie mehr im aktuellen BuchMarkt-Magazin ab Seite 24.

(Info)
Die digitale Vorschau
Nicht zu verwechseln mit der pdf-Vorschau eines Einzelverlages sind die Pläne, mit dem VLB+ ein zentrales, datenbankorientiertes Titelinformationssystem für Novitäten anzubieten, das von Verlagen, Buchhandel, Journalisten und Endkunden als ,digitale Vorschau’ genutzt werden kann. Die größten Vorteile für den Händler:
Der Händler kann aus dem Fundus aller Verlagsnovitäten „seine“ Vorschau selbst konfigurieren, indem er Verlage, Genres, Warengruppen, Erscheinungstermine, Autoren, Themen vorauswählt. Dabei werden Bestellvorschläge der Kollegen und Verkäufe von Vorgängertiteln berücksichtigt.

Bestellungen können aus dem System heraus getätigt und zentral übermittelt werden. Bestellungen werden an das Warenwirtschaftssystem des Händlers übergeben.
Die Daten der Verlage sind tagesaktuell abrufbar, sämtliche Daten sind für Homepage und perspektivisch Newsletter des Buchhändlers nutzbar.

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