Den zwölften Christian-Wagner-Preis erhält der 1972 in München geborene und in Berlin lebende Lyriker und Essayist Nico Bleutge. Die alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im November in Leonberg/Warmbronn überreicht.
In der Jury-Begründung heißt es: „Nico Bleutges Konzept einer Dichtung der feinen Wahrnehmungsnuance, die sich mit den einzelnen Aggregatzuständen von Weltstoffen beschäftigt, mit Wind- und Wellenbewegungen, mit Lichtwechseln und Schattenspielen und den kleinsten Veränderungen einer Landschaft, hat er in mittlerweile drei Gedichtbänden immer weiter verfeinert. Sein Gedichtband verdecktes gelände (2013) ist ein Meisterstück einer in Dichtung transformierten Naturgeschichte. Hier sind es die inneren Verschiebungen und Schwingungen der Materie selbst, die zum zentralen Gegenstand der Poesie werden.
Im Verlag C.H. Beck veröffentlichte Bleutge bislang die drei Gedichtbände klare konturen (2006), fallstreifen (2008) und verdecktes gelände (2013). Für sein Schreiben wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Anna Seghers-Preis und dem Erich-Fried-Preis. Augenblicklich arbeitet er als Stipendiat an der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. (2013/2014).