Das morgen erscheinende Süddeutsche Zeitung Magazin steht anlässlich des Weltfrauentages unter dem Motto „Frauenbündnisse“. U.a. enthält es ein Interview mit Cornelia Funke: „Man kann nicht alles allein schaffen“
„Warum tauchen in Cornelia Funkes Kinderbüchern ständig Banden auf?“ hat Lisa Frieda Cossham gefragt. Und interessante Antworten erhalten, auch darüber, ob Mädchenbanden anders funktionieren als gemischte oder reine Jungenbanden. Es geht um Bücher wie Herr der Diebe, Die wilden Hühner und Tintenherz (Dressler) – und um die Reckless-Titel. Die habe Cornelia Funke geschrieben, weil sie Grimms Märchen als antifeministisch wahrgenommen habe, meint die Journalistin gelesen zu haben. Worauf die Autorin entgegnet: „Antifeministisch? Wenn das irgendwo steht: Ich habe es nicht gesagt. Antifeministisch ist ein gefährliches Wort, weil man die Grimms auch aus ihrer Zeit heraus begreifen muss. Die Grimms haben Dinge geschrieben, die wir heute so interpretieren.“