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25 Jahre Salone del Libro Torino – von Krisenstimmung keine Spur

Am Montag Abend hat die größte italienische Buchmesse mit einem Besucherrekord von 318.000 verkauften Tickets und einem Plus von 4,1 Prozent ihre Pforten geschlossen. Vom 10. bis zum 14. Mai präsentierten etwa 1.200 Aussteller ihre Neuerscheinungen und Backlist. Das Leitthema der diesjährigen Messe war der „Primavera digitale“.

Dabei setzte die Messe auf Altbewährtes und Neues: Nachdem im vergangenen Jahr umgebaut worden war, befanden sich das Bookstock Village für die jungen Besucher und das International Book Forum (IBF) wieder an ihren angestammten Plätzen der Vorjahre. Neu in diesem Jahr war die Gemeinschaftspräsentation „Book to the future“ der Anbieter von Hardware, Readern und E-Books.

Im bunt gestalteten Bookstock Village herrschte reges Treiben: Mehr als 9.000 kleine Besucher konnten Lesungen lauschen, basteln, malen und Geschichten schreiben. Viele Schulklassen nutzten diese Möglichkeit. Die Messe verzeichnete diesbezüglich einen Zuwachs von 149 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Publikumsmagnet dieser Messe war der Auftritt des „Capitano“ Del Piero, der seine Autobiographie präsentierte und für den die Besucher teilweise Stunden Schlange standen. Weitere große Namen auf der Messe waren Dacia Maraini, Roberto Saviano sowie Alessandro Baricco. Auch aus den diesjährigen Gastländern Spanien und Rumänien waren viele Schriftsteller zugegen.

Die Aussteller zeigten sich mit dem Verlauf der Messe zufrieden. Kleine regionale Verlage wurden von der Region Piemont finanziell unterstützt wie beispielsweise der 2008 gegründete Verlag Tsunami. „Wir sind sehr zufrieden mit unserem ersten eigenen Stand“, betonten die Jungverleger. Auch Pierre Horn vom deutsch-italienischen Verlag
L’ isola di carta zieht eine positive Messebilanz: „Unsere Verkäufe sind auf Vorjahresniveau geblieben. Darüber hinaus haben sich uns interessante, neue Vertriebsperspektiven erschlossen. Vor uns liegt eine Menge Arbeit.“ Auch der Verlag Emons Audiolibri war positiv gestimmt – hatte man doch bereits am Sonntag mittag alle Verlagsprogramme an die Messebesucher verteilt.
Birke Vöhringer

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