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Gabriele Wohmann rechnet mit Verlagen und Buchhandlungen ab – morgen in hr1-Talk

Hörtipp: Die Schriftstellerin Gabriele Wohmann rechnet morgen in der “hr1-Talk“-Sendung mit Verlagen und Buchhändlern ab, „die nie genug Werbung für mich gemacht haben. Es werben immer nur alle für ihre Bestseller, das ist idiotisch.“ In Buchhandlungen gebe es keine richtige Beratung mehr, dies sei „trostlos.“

Dazu beklagt sie, dass ihr bis heute ausgerechnet der Georg-Büchner-Preis verwehrt geblieben ist, dieser stünde ihr „schon längst“ zu. Sie sagt auch: „Ich kann gar nichts dazu tun. Ich kriege ihn nicht mehr. Vielleicht posthum.“ Die „Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“ mit Sitz in Darmstadt habe sie bis heute ignoriert: „Weil die Jury andere Prioritäten setzt, andere Vorlieben hat. Uwe Johnson hat sich sogar mal bei mir entschuldigt, als er den Preis bekam.“

Die Schriftstellerin, die am 21. Mai 80 Jahre alt wird, hasst das Älterwerden: „Ich habe nur unangenehme Gefühle und freue mich überhaupt nicht. Gar nicht. In keiner Weise. Ich kann das Alter überhaupt nicht verklären. Das Beste am Achtzigsein ist vielleicht, dass man sich aufs Jenseits freuen kann. Dann ist alles gut. Angstfreiheit, keine Probleme mehr.“ Wohmann gibt offen zu, nie den Anschluss an Computer und Internet gefunden zu haben: „Das ist mir alles völlig fremd. Ich habe einen Horror vor diesen ganzen Dingen. Mit der Schreibmaschine oder mit der Hand geht es einfach schneller. Eine Umstellung wäre schädlich für meine Arbeit.“

Der hr1-Talk, immer sonntags zwischen 10.00 und 12.00 Uhr in hr1., gibt es auch als Podcast zum Nachhören auf www.hr1.de.

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