Der amerikanische Illustrator und Kinderbuchautor ist am 8. Mai in Danbury, Connecticut im Alter von 83 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben.
Maurice Sendak wurde 1928 als Kind polnisch-jüdischer Einwanderer in New York geboren. Bereits als Gymnasiast illustrierte er klassische Texte. Seine „Wilden Kerle“ (Where the Wild Things Are, 1963), 1967 als Wo die Wilden Kerle wohnen im Diogenes Verlag erschienen, machten ihn über Nacht berühmt.
Maurice Sendak erhielt viele Auszeichnungen, u.a. die Caldecott-Medal (die höchste Auszeichnung für einen Kinderbuchkünstler), den Hans-Christian-Andersen-Preis (1970) und den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis (2003). Der von der schwedischen Regierung gestiftete Preis wurde zum ersten Mal verliehen. 1997 erhielt Sendak vom US-Präsidenten Bill Clinton die National Medal of Arts, die höchste künstlerische Auszeichnung der Vereinigten Staaten.
Im Diogenes Verlag wurden bisher 29 Kinderbücher von Maurice Sendak veröffentlicht. „Wo die Wilden Kerle wohnen“ ist bis heute eines der meistverkauften Kinderbücher des Programms. 2009 kam die Verfilmung nach einem Drehbuch von Dave Eggers in die Kinos. Maurice Sendaks letztes Kinderbuch, Bumble Ardy ist bei Diogenes in Vorbereitung.