Laut Süddeutsche Zeitung bröckelt in der EU-Kommission die Unterstützung für das Urheberrechtsabkommen Acta. „Macht Euch um Acta keine Sorgen mehr“, sagte demnach die EU-Kommissarin Neelie Kroes am Freitag in Richtung der Netzaktivisten auf der Konferenz re:publica in Berlin. Es sei wahrscheinlich, dass das Vertragswerk nicht in Kraft treten werde, erklärte die Kommissarin für die Digitale Agenda.
Darüber hinaus lobte Kroes die Netzaktivisten. „Das ist eine starke neue politische Stimme.“ Und: „Das Beste am Internet ist, dass es offen ist. Ich will, dass es so bleibt“, wird sie zitiert. Zugleich mahnte Kroes in ihrer Rede auf der Konferenz eine faire Bezahlung für Künstler und Kreative an. Der Wandel von analog nach digital bedeute nicht, dass Inhalte immer kostenlos seien. Es bedürfe allerdings neuer Möglichkeiten, Inhalte zu vertreiben und Arbeit zu honorieren.