Das Berliner Zimmer platzte mal wieder aus allen Nähten, als gestern auf der Leipziger Buchmesse der Kurt Wolff Preis an den Verlag Das Wunderhorn [mehr…] verliehen wurde. Der Förderpreis ging an die in Hildesheim erscheinende Zeitschrift BELLA triste.

Ulrich Greiner, Angelika Andruchowicz
Beide Preisträger seien hervorragende Beispiele für die nach wie vor erstaunliche Vielfalt der Verlags- und Literaturszene, sagte Laudator Ulrich Greiner (DIE ZEIT). Der 1978 von Angelika Andruchowicz, Manfred Metzner und Hans Thill gegründete Wunderhorn Verlag habe mittlerweile mehr als 350 Titel veröffentlicht, von denen alle noch lieferbar sind, lobte Greiner. „Wie der Verlag es schafft, gute Bücher zu machen und dennoch nicht unterzugehen, das bleibt sein schönes Geheimnis. Die großen Geister der Romantik, der französischen Dichter und der deutschen Poeten, die er um sich versammelt, umgeben ihn offenbar mit der Aura der Unzerstörbarkeit.“
BELLA triste werde verantwortet von einem sechsköpfigen Redaktionskollegium, das nur aus Studenten besteht, sagte Greiner über die ausgezeichnete Zeitschrift für junge Literatur. In den elf Jahren ihres Bestehens habe sich BELLA triste in der literarischen Szene einen Namen gemacht, „durch Geschmack, Ausdauer und Leidenschaft für die Sache der Literatur“.