Vom gängigen Urheberrecht profitierten vorrangig die Verwerter, weil sie Kunden und Kreative gleichermaßen schröpfen, argumentieren Netzaktivisten. Das klingt verdammt gut, geht aber an der Realität vorbei, so der Journalist und Autor Florian Felix Weyh in einer Kolumne auf dradio.de.
„Den einzelnen Autor stärker zu machen, nützt nur ohnehin starken Autoren – also ganz wenigen! Wer für die Masse der Kreativen etwas tun will, sollte nicht juristisch argumentieren, sondern muss pädagogisch und moralisch wirken. Er muss darauf drängen, dass in den Verwerterfirmen der Umverteilungsgedanke weiterlebt, ja er muss ihn zur Basis des Geschäftsmodells erklären“, schreibt er.