
Lesen Sie aufmerksam folgenden Text und schicken Sie uns die richtige Lösung: Die Verlagsgruppe, nach der wir heute suchen, gehört zu den großen deutschen Medienunternehmen im Bereich der Fachinformation.
Entscheidend für ihre Entwicklung war, dass sie im Laufe ihrer Geschichte zahlreiche Verlage, Zeitschriften und Programmteile mit gleicher oder ähnlicher Thematik aufkaufte und teils ins eigene Programm integrierte, teils als eigenständige oder Imprint-Verlage weiterführte. Das gilt besonders für die Jahrzehnte nach der Gründung vor 125 Jahren und für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.
Der damals 26-jährige Gründer, nach dem die Firma noch heute heißt, hatte sich auf sein Projekt sorgfältig vorbereitet, zumal ihm Kapital aus dem elterlichen Vermögen zur Verfügung stand. Durch Tätigkeiten im In- und Ausland zum Verlagsbuchhändler ausgebildet, richtete er seine Produktion von vornherein auf einen boomenden Themenbereich mit einer rasch wachsenden Studentenzahl und aktuellen wissenschaftlichen Innovationen aus. Als Grundstock erwarb er ein etabliertes Unternehmen mit 45 Titeln und Verlagsrechten. Dessen Sitz verlegte er in die damalige Metropole der deutschen Druck-, Verlags- und Buchhandelsbranche.
Im Jahr nach Gründung erwarb der Verleger eine renommierte Zeitschrift, die bis heute auf ihrem Gebiet als führend gilt, wie überhaupt wissenschaftliche und Fachzeitschriften stets das Rückgrat des Verlages bildeten. Der Erfolg wurde dadurch befördert, dass sich schon früh ein lukratives Anzeigengeschäft entwickelte.
Auf dem Buchsektor setzte sich der Verlag gegen seine Konkurrenten durch, indem er als einer der ersten seine Neuerscheinungen, darunter bedeutende Lehrwerke, mit zahlreichen Abbildungen ausstattete. Er nutzte dabei geschickt technische Neuerungen wie Mikrofotografie, Photogramme und Vierfarbdrucke.
1919 bot der Gründer, dessen Sohn aus gesundheitlichen Gründen als Nachfolger nicht infrage kam, im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel eine Beteiligung an. Ein 35-jähriger Verlagsbuchhändler bewarb sich, lieh sich von seinem Schwiegervater die Mittel für die Einlage und begann seine Tätigkeit noch im gleichen Jahr. Er baute sofort das internationale Geschäft aus, um Devisen zu erwirtschaften und so die schwierigen Jahre der Inflation zu bestehen.
Nach dem Tod des Gründers im Jahre 1925 übernahm dieser Teilhaber das Unternehmen, das bis heute im Besitz seiner Familie ist und von einem Familienmitglied zusammen mit einem familienfremden Verlagsmanager geführt wird. Einen schweren Schlag erlitt es im Zweiten Weltkrieg durch die Zerstörung des Firmengebäudes bei einem Bombenangriff, der das gesamte „Grafische Viertel“ der deutschen Buchmetropole lahm legte.
Der Verleger verließ den Stammsitz bereits 1945, wo der Verlag 1953 enteignet wurde. Nach einem kurzen Zwischenspiel in Hessen begann der Neuaufbau in einer süddeutschen Landeshauptstadt, mit deren Namen sich der Verlagsname seitdem verbindet. Heute umfasst das Angebot der Verlagsgruppe, die auch über einen Sitz in den USA und in Indien verfügt, rund 4.400 Buchtitel, 140 Fachzeitschriften, eine Reihe von Online-Medien, Fachveranstaltungen für ausgewählte Zielgruppen sowie Dienstleistungen. Sie gilt als deutschsprachiger Marktführer in dem Themenbereich, auf den sich bereits der Gründer festgelegt hat.
Heinold fragt: Wie lautet der Name des Gründers (Vor- und Nachname) und wo ist der heutige Verlagsitz?
{Senden Sie die Lösung an heinold@buchmarkt.de. Einsendeschluss ist der 15. November 2011. Unter den Einsendern, deren Lösung komplett und richtig ist, verlosen wir ein Exemplar „Bücher und Buchhändler“ (Bramann) von Wolfgang E. Heinold.