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Lübbe erwirbt Eichborn / Gespräch mit Mitarbeitern nächste Woche in Frankfurt

Stefan Lübbe hat den Zuschlag erhalten, den Eichborn Verlag erwerben zu können – der Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben. Dass der Verleger daran Interesse hatte, war schon in Frankfurt durchgesickert [mehr…]. Allerdings musste nach unseren Informationen erst eine Konstruktion gefunden werden, die es ermöglicht, die Marke zu übernehmen, ohne bereits gekündigte Mitarbeiter doch wieder einstellen zu müssen.

Lübbe wird aber nach jetzigem Stand nicht die Bereiche Die andere Bibliothek und Motomania erhalten. Persönliche Gespräche mit den Mitarbeitern des Eichborn Verlages sollen ab nächste Woche in Frankfurt geführt werden. Nach Informationen, die kursieren, will Lübbe nämlich einen Teil der Mitarbeiter übernehmen. Das scheint den Auschlag dafür gegeben zu haben, dass der Gläubigerausschuss sein OK zur Übernahme durch Lübbe gegeben hat.

Bislang sind drei Mitarbeiter im Vertrieb, drei Mitarbeiter im Rechnungswesen und eine Mitarbeiterin der Lizenzabteilung nicht gekündigt. Kolleginnen in Elternzeit und Schwerstbehinderte kommen hinzu. Hintergrund: Die nicht gekündigten Kollegen sollten lediglich an der Abwicklung des Verlags mitwirken. Jetzt könnten die Karten neu gemischt werden, wenn ein typisches Eichborn-Programm in Köln gemacht werden soll.

Baumhaus-Verleger Bodo Horn-Rumold, Mitglied der Geschäftsführung von Bastei Lübbe, hat dabei vermitteln können: Der frühere Marketing- und Vertriebsleiter noch zu Eichborn-Gründerzeiten und der Insolvenzverwalter von Eichborn kennen sich aus früherer Zusammenarbeit. „Wir sind gestern abend 18 Uhr zum Zuschlag an Bastei Lübbe informiert worden – dann ist alles auf einmal doch sehr schnell gegangen.“

Nächste Woche wird auch er nach Frankfurt reisen, um an den Gesprächen bei Eichborn mitzuwirken. Eine Liste von 25 Eichborn-Mitarbeitern insgesamt liegt in Köln vor; die Gespräche nächste Woche werden z.B. zeigen, wer überhaupt umzugsbereit an den Rhein ist.

„Mittelstand hält zusammen“, erläutert Horn-Rumold die Kaufabsichten der Kölner und verweist zugleich darauf, daß das Eichborn-Investment nicht als der gestern vermeldeten Bastei-Lübbe-Anleihe [mehr…] stammt.

Gespräche, so betont er, werden nicht nur mit den bislang nicht gekündigten Eichborn-Mitarbeitern geführt. „Ein Eichborn-Programm ohne Eichborn-Macher ist schwer vorstellbar“, sagt Horn-Rumold, aber: Weiteres wird sich erst nächste Woche (und zum Glück ist Allerheiligen am Dienstag in Hessen kein Feiertag) entscheiden.

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