Harte Arbeit, aber guten Mutes: Die deutschen Fachverlage investieren in neue Geschäftsfelder und konzentrieren sich auf die Konsolidierung ihrer Anzeigen- und Vertriebsumsätze. Dabei blicken sie positiv in die Zukunft und erwarten zum Jahresende ein moderates Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr, meldet die Deutsche Fachpresse.
Die fasst die zentralen Ergebnisse ihrer aktuellen Branchendatenumfrage, die sie zusammen mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) nun vorlegt und mit der sie ihre Mitgliedsverlage zu den Einschätzungen zum laufenden und den Prognosen für das kommende Geschäftsjahr befragt hatte.
Während für das aktuelle Geschäftsjahr noch verhaltene Zuversicht dominiert, sind die Erwartungen für das kommende Jahr bereits optimistischer: Über die Hälfte der Befragten geht für 2011 von einer positiven Entwicklung der wirtschaftlichen Lage aus. Dazu richten sich die Fachmedienhäuser sowohl konsolidierend als auch zukunftsorientiert aus: Das Kerngeschäft aus Anzeigen- und Vertriebsumsätzen zu stabilisieren und digitale Geschäftsmodelle mit redaktionellem Content weiterzuentwickeln, sind laut Umfrage derzeit die wichtigsten Themen der Fachverlage.
Dabei stehen für sie beim Ausbau digitaler Geschäftsfelder vorwiegend Onlineinhalte im Fokus, mobile Produkte wie iPhone- und iPad-Apps genießen dagegen derzeit keine Priorität. Auch beim Auslandsengagement sind Fachverlage laut Umfrage eher zurückhaltend. Als attraktiv und wichtig wird jedoch der Ausbau sonstiger Geschäftsfelder wie Messen, Veranstaltungen und Publikationen eingestuft.
„Wir entnehmen den aktuellen Umfrageergebnissen, dass die Fachverlage nach wie vor mitten im strukturellen Umbruch sind“, so Karl-Heinz Bonny, Sprecher der Deutschen Fachpresse. „Einerseits gilt es, ertragsstarke Produkte nach der Konjunkturkrise zu stabilisieren und andererseits – mit Blick auf die Zukunftssicherung –, neue Geschäftsfelder zu erschließen.“