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Berlin: Verteidigungsminister zu Guttenberg stellte Afghanistan-Buch vor

Heute Nachmittag hatte der Fackelträger Verlag anlässlich des Erscheinens des Buches Ruhet in Frieden, Soldaten! der Bild-Journalisten Julian Reichelt und Jan Meyer zu einer Podiumsdiskussion mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (Foto) geladen.

Das Café Einstein Unter den Linden war bis auf den letzten Platz besetzt, so groß war das Interesse der Gäste, darunter auffallend viele Soldaten, an dem Buch mit dem provokanten Untertitel Wie Politik und Bundeswehr die Wahrheit über Afghanistan vertuschen.

Dass Guttenberg an der Veranstaltung teilnehme, entspreche dessen Ruf als unerschrockener Poltiker, sagte Geschäftsführer Jürgen Horbach. Es war dann aber nicht das Buch, das den Verteidigungsminister ins Schwitzen brachte. Er sei mit dem Fahrrad gekommen, gab er zu. Keine gute Idee bei diesen hochsommerlichen Temperaturen.

„Das Buch setzt Akzente“, Guttenberg lobte die „bemerkenswerte Recherchearbeit“ der Autoren und gratulierte ihnen zu ihrem „streitbaren Beitrag“. Urteilsschüchternheit und mangelnde Konfliktbereitschaft könne man den beiden nicht vorwerfen.

Guttenberg kritisierte aber den Bilanzcharakter des Buches. Was Afghanistan angeht werde man nie Bilanz ziehen können. Man werde immer nur mit Zwischenbilanzen arbeiten können. Auch der Untertitel gefällt ihm nicht. Das Wort „vertuschen“ impliziere einen Vorsatz. Es seien Fehler gemacht worden, aber das sei etwas anderes als gezielte Vertuschung.

Dennoch, das Buch werde die sicherheitspolitische Debatte bereichern, sagte Guttenberg und radelte nach einer guten Stunde wieder zurück ins Verteidigungsministerium.

ML

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