
Semmelroth (v.l.) über den Dächern Frankfurts
In der heutigen Pressekonferenz, die dem Anlass entsprechend in der 7. Etage des Hotels Fleming’s in Frankfurt stattfand, stellten Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth, Dr. Sonja Vandenrath, Programmleiterin und Literaturreferentin beim Kulturamt, Kirsten Grote-Bär, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Dezernat, und Heinz Drügh, Professor für Literaturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts an der Goethe-Universität Frankfurt, das Programm des Festivals vor.
Vom 25. bis zum 30. Mai findet in Kooperation mit Frankfurter Literatureinrichtungen, der Buchmesse und der Goethe-Universität der fünfte literaTurm statt.
Das Festival, das alle zwei Jahre organisiert wird, trägt in diesem Jahr den Titel „radikal gegenwärtig“, im Mittelpunkt steht der zeitdiagnostische Roman.
In insgesamt 27 Veranstaltungen an prägnanten Orten, wie auf der 41. Etage des Opernturms, in der BHF-Bank, im Main-Forum der IG Metall, aber auch an für literarische Events bekannten Stätten wie dem Literaturhaus, der Stadtbücherei, dem Schauspiel Frankfurt und dem Goethe-Haus sind 70 Autorinnen und Autoren, Moderatoren und Literaturwissenschaftler präsent.
„LiteraTurm ist wohl das einzige Literaturfestival in Deutschland, das sich programmatisch konzentriert“, unterstrich Felix Semmelroth. Im Fokus steht Qualität, nicht Quantität. Es gilt herauszufinden, ob es neue Tendenzen in der Literatur gibt, einen neuen literarischen Realismus.
Alle Veranstaltungen werden moderiert, erstmals wird den Besuchern nach Abschluss der Lesungen und Diskussionen ein Ort angeboten, an dem sie sich treffen und mit den Autoren austauschen können.
„Es ist vor allem die Autorengeneration mittleren Alters, die – noch mit allen Wassern der philosophischen wie literarischen Postmoderne gewaschen – damit begonnen hat, ihre Romane mit dem Hier und Jetzt zu verweben. Unter dem Eindruck des massiven Wandels von Lebenswelt entwickelte sich aus bislang eingestreuten Partikeln des Realen eine die Texte prägende Zeitdiagnose“, formulierte Sonja Vandenrath. LiteraTurm setzt den Akzent auf literarische Texte, die Wirklichkeit nicht illustrieren, sondern reflektieren.
Integriert in das Festival ist die Reihe Junge Poetik.
Heinz Drügh freute sich über die erste Kooperation mit der Goethe-Universität und sieht das Festival als große Chance für Literaturwissenschaftler, als einen Lackmustest für wissenschaftliche Erkenntnisse in der Gegenwart.
Künftig, so ergänzte Felix Semmelroth, wird der Kulturfond Frankfurt RheinMain dem Festival als Kooperationspartner zur Seite stehen, dann werden die Veranstaltungen in der gesamten Region stattfinden.
Details zum diesjährigen Literaturfestival sind unter www.literaturm.de abrufbar.
JF