In genau zwei Wochen ist es so weit: Dann öffnet die Leipziger Buchmesse ihre Tore. Heute Mittag stellte Messedirektor Oliver Zille im Berliner Büro des Börsenvereins das Programm vor und zeigte sich wie in den Vorjahren optimistisch.

.
Erwartet werden in Leipzig rund 2.100 Aussteller aus 39 Ländern auf 65.000 Quadratmetern. Damit präsentiere sich die Buchmesse trotz allgemeiner Wirtschaftskrise stabil auf Vorjahresniveau, so Zille über seine 20. Buchmesse. Rückläufige Zahlen seien nur im Ratgeberbereich zu verzeichnen.
Besonders stark sei die Messe in ihren Kernkompetenzen Literatur und Bildung. Und auch die Länder Mittel- und Osteuropas hielten trotz schwierigster wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ihre starke Präsenz in Leipzig aufrecht. „Die Frühjahrsmesse ist damit erneut ein wichtiger Impulsgeber für den deutschsprachigen Buchmarkt“, betonte Zille.
Erstmals werden sich mit einem eigenen Ausstellungsbereich in Halle 5 rund 20 Musikverlage präsentieren. Damit wird nicht nur die langjährige Tradition Leipzigs als Musikverlagsstadt unterstrichen. Die Musikverlage seien interessiert, neue Zielgruppen zu erschließen, sowohl bei den Endkunden als auch bei den Buchhändlern. Dafür biete Leipzig eine ideale Plattform, so Zille.
Aus Anlass des 200. Jahrestags der Unabhängigkeit Lateinamerikas nimmt zum ersten Mal ein Verbund von neun lateinamerikanischen Ländern an der Leipziger Buchmesse teil, darunter Argentinien, das Gastland der Frankfurter Buchmesse 2010.
Bei „Leipzig liest“ sind mit Herta Müller und Günter Grass zwei Nobelpreisträger zu Gast. Leipzig sei aber nicht nur eine Stadt der Stars, sondern auch eine Messe der Neuentdeckungen, sagte Zille. Auf Rekordniveau sei die Beteiligung der Berliner Verlage. 252 Verlage aus der Hauptstadt sind Einzel- oder Gemeinschaftsständen vertreten.
Stellvertretend für Geschäftsführer Detlef Bluhm stellte Andreas Krauß, Vertriebsleiter des Aufbau Verlags und Sprecher des Presseausschusses im Berliner Landesverband, die Aktivitäten des Berliner Zimmers vor, das in diesem Jahr eine Fotoausstellung von Irina Liebmann präsentiert „Stille Mitte von Berlin“.