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Internet-Studie der EU: 30 Prozent würden niedrige Preise für Inhalte zahlen

Weniger als 5% der Internet-Nutzer in Europa haben bislang für Internet-Inhalte den Geldbeutel geöffnet. Bei den 16- bis 24-Jährigen liegt der Anteil der Nutzer, die für Inhalte Geld ausgaben, rund doppelt so hoch, also bei 10%. Dies geht aus dem aktuellen Europe’s Digital Competitiveness Report der Europäischen Kommission hervor, den jetzt der kress-Express in seinem Newsletter zitiert.

Dass die Jungen eher bereit sind, für digitale Inhalte Geld auszugeben ist schon länger bekannt. Die Frage ist, ob sich die Kostenlos-Kultur umstimmen lassen kann. Einerseits bringt die Studie nun hervor, dass bei 50 Prozent der Nutzern, die bisher für Inhalte nicht bezahlt haben, nichts ihre Meinung ändern könnte. Damit wäre das Wasserglas halb voll oder halb leer, je nach Betrachtungsweise.

Immerhin: 30 Prozent würden sich durch niedrigere Preise umstimmen lassen, jeweils 15 bis 20% durch Verbesserungen wie größere Auswahl und/oder Qualität, einfachere Bezahlung oder großzügigere Nutzungsrechte. Das könnte ein Hebel sein, damit mit der Arbeit auch wieder Geld verdinet würde.

Der Wegfall frei verfügbarer Inhalte würde nur rund 20% in die Arme der kostenpflichtigen Angebote treiben. Bei diesen Antworten stimmten die 16- bis 24-Jährigen mit den sonstigen Altersgruppen überein. Der niedrige Prozentsatz derer, die sich bei Wegfall kostenloser Alternativen zum Bezahlen entscheiden würden, stelle auch die Argumentation der Medienbranche in Frage – diese laute, dass die Verbraucher unter fehlenden professionellen Inhalten leiden würden, wenn man an der Praxis des illegalen Kopierens nichts ändere, heißt es in der Studie.

Inzwischen gibt es einige durchaus mächtige Stimmen, die in die Richtung bezahlter Inhalte im Publikumsbereich arbeiten. Im Mai begann Rupert Murdoch eine Dabatte unter dem Motto „Bezahlinhalte im Netz sind möglich“, zuletzt griff Springer-Chef Mathias Döpfner das Thema auf [mehr…].

Im aktuellen BuchMarkt-Heft unter dem Titel „Wildnetz-Stimmung“ (S.76) wird deutlich, dass sich auf dem Markt der Fachinformationen durchaus Modelle herauskristallisieren, mit denen auch im Netz Geld verdient wird. Das könnte weiter auf andere Buchbereiche abfärben.

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