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Die Landesverbände Bayern und NRW verlosen jeweils einen Seminarplatz

Die Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Bayern verlosen jeweils einen Seminarplatz an Buchhändler.

buchmarkt.de sprach mit Gabriele Schink (Foto), Geschäftsführerin beim Landesverband NRW und Dr. Klaus Beckschulte (Foto), Geschäftsführer in Bayern, über die Notwendigkeit zur Fortbildung gerade in unsicheren Zeiten, das Angebot der Landesverbände und die Gewinn-Aktion der Landesverbände NRW und Bayern.

Gabriele Schink
© Werner Gabriel

buchmarkt.de: Auf Ihrer Homepage fordern Sie die Branchenteilnehmer auf, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern Probleme offensiv anzugehen …

Schink: Wir haben in diesem Jahr, wie die Kollegen in anderen Landesverbänden auch, Rückgänge bei den Anmeldezahlen zu unserem Seminarprogramm verzeichnet. Gerade in Zeiten der Krise ist es aber wichtig, aktiv und engagiert zu handeln, und sich nicht zurückzuziehen.

buchmarkt.de: Sie haben das Gefühl, die Buchhändler sparen am falschen Ende?

Schink: Ja, das fürchten wir.

Beckschulte: Natürlich ist es verständlich, dass sich in einer gefühlten Krise an der Weiterbildung schnell ergebniswirksam sparen lässt. Gleichwohl sind wir überzeugt, dass dies mittelfristig für die Unternehmen der falsche Weg ist. Und der Spareffekt ein Phyrrus-Spar-Effekt ist.

Schink: Wir hier in Nordrhein-Westfalen hatten Ausfälle im ersten Semester, ebenso die Kollegen im Landesverband Bayern. Nicht katastrophal viele, aber die Tendenz stimmt bedenklich.

buchmarkt.de: Ist es Verunsicherung?

Schink: Natürlich sind die Buchhändler und Verlage verunsichert: Niemand weiß so recht, was auf ihn zukommt. Umso wichtiger ist es aber, jetzt zu reagieren. Es gibt doch immer Schwachpunkte, die man immer schon angehen wollte. Und jetzt kann die Behebung die große Chance fürs Unternehmen sein!

Dr. Klaus Beckschulte

Beckschulte: Gerade in dem gesättigten Markt, in dem unsere Mitglieder agieren, kann man nur bestehen, in dem man besser ist als andere.

buchmarkt.de: Sie meinen, die Kollegen sollen diese Phase zum Anlass nehmen für Verbesserungen? Und dafür brauchen sie Seminare?

Schink: Das Seminarangebot ist eine Möglichkeit unter anderen. Klar ist, dass wer jetzt keinen Mut zeigt, sich selbst ins Abseits manövriert. Fort- und Weiterbildung sind grundsätzlich unumgänglich, die Zeiten ändern sich.

Beckschulte: Zudem nehmen die Veränderungsrhythmen an Geschwindigkeit zu. Die Digitalisierung der Inhalte, das veränderte Kundenverhalten und die allgemeine wirtschaftliche Lage brauchen qualifizierte Antworten aus der Branche.

buchmarkt.de: Niemand würde wohl bestreiten, dass qualifiziertes Personal wichtig ist. Aber Ihre Seminare kosten Geld. Manch ein Verlag, manch ein Buchhändler scheut derzeit vielleicht Ausgaben, die ihm nicht direkt Nutzen bringen.

Schink: Aber das ist es doch, was wir versuchen zu kommunizieren: Wir wissen, dass diese Scheu besteht, aber wir halten genau das für den falschen Ansatz. Wenn Sie Sorge haben, was die Zukunft bringt, bereiten Sie sich darauf vor!

Beckschulte: Dies ist genau der Ansatz der Seminare in den Landesverbänden: Praktiker für die Praktiker. Ziel ist es doch, dass die Seminarbesucher in den Betrieb kommen und dann die Ergebnisse umsetzen und damit dem Betrieb helfen.

Und zu den Seminarkosten: Es gibt verschiedene – teils regional unterschiedliche – Möglichkeiten, Zuschüsse zu beantragen. Interessenten können sich bei ihren Landesverbänden informieren, auf den Homepages oder persönlich.

buchmarkt.de: Die Kosten sind nur ein Faktor. Zeit ist ein weiterer.

Beckschulte: Aus diesem Grund haben wir auf das Angebot von Ein-Tages-Seminaren gewechselt. Wir kennen das Problem.

Schink: Wir konzentrieren uns daher darauf, es Buchhändlern und Verlagen so leicht wie möglich zu machen. „Regionaltreffen“ und „Verband vor Ort“ sind Versuche in NRW, unseren Mitgliedern „entgegen zu reisen“ und wichtiges Know-How vor Ort zu vermitteln. Manche Seminare finden in Bielefeld statt.

Beckschulte: In Bayern ist die Situation etwas anders. Gerne gehen wir dahin, wo die Nachfrage ist – erfahrungsgemäß ist dies aber einfach München.

Per Klick ins Bild kommen Sie zu den Fragen

buchmarkt.de: Als ich mich vor einem Jahr für ein Seminar in Düsseldorf angemeldet habe, hatte ich zunächst mit einer Dame in München zu tun. Da war ich kurz irritiert.

Schink: Da sind Sie nicht die einzige! Bei Almut Stützel sind Sie aber schon richtig. Sie koordiniert für uns wie für Bayern, Berlin-Brandenburg, und Hamburg die Terminorganisation und die Anmeldungen.

Beckschulte: Diese Landesverbände arbeiten eng zusammen. So können wir auch die Seminarpreise auf niedrigem Niveau halten. Zudem kann man schneller Themen von einem Land ins andere bringen. Und man muss ja da Rad nicht immer neu erfinden: Vereinbarungen mit den Referenten und Seminarbeschreibungen liegen ja dann schon vor.

buchmarkt.de: Und jetzt verlosen Sie jeweils einen Seminarplatz.

Schink: Ja. Wir möchten Buchhändler dazu anregen, sich unsere Datenbank genauer anzusehen, sich durch das Programm zu wühlen. Wir sind überzeugt, dass für jeden etwas dabei ist: Grundlagenwissen für den Alltag, Spezielleres für bestimmte Interessen und Aktuelles wie ein Seminar, das der Frage nachgeht, wie man eine Krise als Chance nutzen kann.

buchmarkt.de: Die gemeinsame Datenbank der Landesverbände?

Schink: Genau. Seit 2003 gibt es auch eine gemeinsame Datenbank aller Landesverbände. Hier können sich Mitglieder über das gesamte Spektrum der Seminarangebote informieren. Und die Antworten auf unsere Fragen sind dort zu finden: [mehr…]

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