Rund 8.000 Bücher aus der Bibliothek von Arthur Schnitzler gehen im Juli an die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) zurück, heißt es heute in einerm Bericht auf orf.at. Schnitzlers Bücher waren 1940 von der Gestapo beschlagnahmt worden.
Mit dieser von Schnitzlers Sohn Heinrich Schnitzler testamentarisch verfügten Übergabe der Bücher an die ÖNB werde nun eine „wertvolle Bibliothek wieder zusammengefügt, deren Schicksal Österreichs Zeitgeschichte widerspiegelt“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Im Jahr 1946 hattee der Schauspieler und Regisseur Heinrich Schnitzler seine Rückstellungsforderung an die ÖNB gerichtet.
„Der Restitutionsfall scheint symptomatisch für den Umgang der Profiteure mit ihrer Rückstellungsverpflichtung in der Nachkriegszeit: Man anerkannte zwar den Anspruch, agierte jedoch äußerst zögerlich und ließ dem Geschädigten gegenüber jede Einsicht des begangenen Unrechts vermissen“, heißt es seitens der ÖNB. Offenbar ist bei der Suche der beschlagnahmten Werke in der Nachkriegszeit war nicht genau gearbeitet worden.