Home > News > Kreutzfeldt startet neu „Kreutzfeldt digital“

Kreutzfeldt startet neu „Kreutzfeldt digital“

Ab 1. Juli wird sich die Hamburger eBook-Firma Kreutzfeldt Electronic Publishing (KEP) unter der neuen Firmierung Kreutzfeldt digital neu ausrichten: Bedingt durch die wirtschaftliche Situation hatte KEPs Mutterfirma und Hauptkunde Franklin Electronic Publishers im Frühjahr sämtliche Aufträge nach China verlagert, was zur Folge hatte, dass die bisherige Firma ihre Geschäftstätigkeit einstellen musste.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit soll zukünftig auf der Beratung liegen: „Aufgrund der zunehmenden strategischen Bedeutung dieses Marktsegments und des schnellen Tempos der Veränderungen sehen wir einen hohen Beratungsbedarf“, so Nina Kreutzfeldt, Geschäftsführerin bei Kreutzfeldt digital.

Neben der Beratung betreut die Neugründung auch die Produktion von e-Books, Konvertierung sowohl in EPUB als auch in Mobipocket, die wichtigsten e-Book-Formate, werden angeboten, ebenso wie „maßgeschneiderte Lösungen für einzelne Verlage, von der strategischen bis hin zur kurzfristigen Projektbetreuung beim Start eines eigenen eBook-Programms“, wird in einer Pressemitteilung angekündigt. Bei der Massenproduktion soll mit Partnern kooperiert werden. Senior-Geschäftsführer Hans Kreutzfeldt erläutert: „Auf diese Weise können wir künftig auch größere Auftragsvolumen problemlos skalieren, ohne dabei Abstriche bei der Qualität zu machen. Dies gilt gleichermaßen für die Formate EPUB und Mobipocket.“ Um wen genau es sich bei den Partnern handelt, will Nina Kreutzfeldt noch nicht sagen, da die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind.

Im Jahr 1997 gründete Hans Kreutzfeldt als Ausgründung aus der Verlagsgruppe Bertelsmann (heute Random House) in München Kreutzfeld Electronic Publishing. 2002 wurde der Stammsitz nach Hamburg verlegt und Tochter Nina Kreutzfeldt trat als Mitgeschäftsführerin in die Firma ein. Ihr Bruder Simon Kreutzfeldt übernahm als CTO die technische Leitung. Die Libri-Gruppe erwarb 2005 eine Minderheitsbeteiligung an KEP, die 2006 durch Hans Kreutzfeldt zurückgekauft wurde, ehe dann Franklin Electronic Publishers Inc., Burlington, NJ, USA, die Firma als alleiniger Gesellschafter 100% übernahm. Nach der Verlagerung der Produktion nach Asien wurden die Aktivitäten der KEP eingestellt.

Die neue Firma knüpft somit an die Erfahrungen von damals an. Zahlreiche internationale Verlage ließen vor allem Wörterbücher und Nachschlagewerke in Hamburg konvertieren, auch viele der aktuell angebotenen deutschsprachigen EPUB-Titel waren bei KEP produziert worden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

BookTok-Charts kommen ins Vereinigte Königreich

Die Marktforschungsunternehmen NielsenIQ BookData und Media Control veröffentlichen erstmals gemeinsam BookTok-Charts für das Vereinigte Königreich, in die sowohl Verkaufsdaten als auch das Engagement der #BookTok-Community einfließen. Auf Grundlage dieses kombinierten

weiterlesen

Wie war Ihr Monat, Kerstin Gleba?

„Wie war Ihr Monat?“ fragen wir monatlich Branchenmenschen. Dieses MalKiepenheuer & Witsch-Verlegerin Kerstin Gleba, die sich auf den Auftakt des 75. Jubiläumsjahrs des Verlags freut. BuchMarkt: Welcher Tag war Ihr

weiterlesen