
Galiani Berlin [mehr…], das frisch gegründete Verlagsimprint von Kiepenheuer & Witsch hatte vorgestern Abend zur offiziellen „Hallo, es gibt uns und hier sind wir jetzt“- Einweihung geladen und alle, alle kamen:
KiWi- und Galiani-Autoren, Medien- und Kulturschaffende, Freunde und Kollegen aus anderen Berliner Verlagen. Es wurde eng in den hellen Verlagsräumen an der Friedrichstraße 119 in Berlin, in denen Wolfgang Hörner und Esther Korman gerade ihr erstes Galiani-Programm zusammengestellt haben.
„Nein, wir ziehen nicht nach Berlin“, stellte der Kölner Kiepenheuer & Witsch Verleger Helge Malchow gleich zu Beginn seiner Begrüßung klar. „Aber wir starten eine kleine Berliner Unternehmung“, sagte er. „Einen kleinen, focussierten Verlag, dessen Programm sich über den literarischen Geschmack von Wolfgang Hörner und Esther Kormann definiert.“ Die beiden werden auch Ansprechpartner für die Presse sein, während andere Verlagsbereiche wie der Vertrieb von Köln aus betreut werden.
Malchow zeigte sich sehr erfreut über die Ergänzung des KiWi-Programms und hofft auf eine große Zukunft. Manche der Autoren, die Hörner zum Teil von Eichborn Berlin zu Galiani gefolgt sind, könne er sich auch gut im Kiepenheuer & Witsch Programm vorstellen. Eine gewissen Konkurrenz sei in diesem Herbst auch schon zu spüren: Während der Kölner Verlag mit David Foster Wallace‘ Unendlicher Spaß das dickste Buch vorlege, habe Galiani mit Nichts als die Welt, herausgegeben von Georg Brunold, das größte Buch im Programm.
Und woher stammt der Name Galiani? Der Italiener Ferdinando Galiani (1728-1787) sei einer der Lieblingsautoren von Hörner, verriet Malchow. Und Hörner empfahl: „Wer mehr wissen will, sollte das Buch lesen.“ Im Herbstprogramm legt Galiani Berlin mit Nachrichten vom Vesuv. Briefe, Blitze, Lästerungen einen Titel vom und über den Namenspaten vor.
ML