Am vergangenen Samstag sollte die erste Lesung Kirsten Johns aus ihrem Titel Wer war Arminius im Osnarbrücker Veranstaltungszentrum Blue Note stattfinden. Für den gleichen Tag allerdings hatten 150 Neonazis einen Zug durch die Stadt unter dem Motto „2000 Jahre Germanien“ angekündigt.
10.000 Gegendemonstranten hatten sich versammelt und die Polizei hatte Straßen gesperrt und Kontrollpunkte errichtet. 120 Besucher fanden dennoch ihren Weg in die Veranstaltung im Blue Note, nicht so allerdings der Moderator.
Kurzerhand wurde improvisiert, die Osnarbrücker Band Ombri di luci spielte, der stellvertretende Landrat Dr. Reinhold Kassing übernahm die Moderation, und Kirsten John stellte den wahren Arminius vor, den Mann, den die NPD sich gern unter dem Namen „Hermann, der Cherusker“ zu eigen machen will.
So wurde schließlich aus einer geplanten Lesung mit Musik eine Protestveranstaltung gegen den rechten Aufmarsch.







