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Volker Elis Pilgrim ist wieder da

Wolf-Rüdiger Osburg, Max Melbo (v.l.)

In den 70er und 80er Jahren war er Kult, seine Bücher „Muttersöhne“ und „Vätersöhne“ sorgten für Aufsehen. Danach wurde es still um Volker Elis Prilgrim. Nun meldet er sich als Max Melbo mit Die Königsfälschung (Osburg) auf der literarischen Bühne zurück. Heute stellte er das Buch, das ab Montag im Handel ist, im Berliner Restaurant Honigmond der Presse vor.

Verleger Wolf-Rüdiger Osburg hatte Max Melbo, der mehr als 20 Jahre in Australien und Neuseeland lebte, auf der letzten Leipziger Buchmesse kennengelernt. Osburg war auf Anhieb begeistert von dem „mutigen und elektrisierenden“ Mann, dessen Buch genau in das Programm des Verlags passt, der sich Menschen und ihrer Geschichte widmet.

Melbo wagt in seinem neuen Buch eine ebenso überraschende wie provokante These: Ludwig XIV., Frankreichs Sonnenkönig, sei eine Fälschung. In Wirklichkeit sei er ein Kind aus einem süditalienischen Waisenhaus gewesen, das durch geschicktes Taktieren der katholischen Kirche, aus Sorge, ihre Macht zu verlieren, auf den Thron gehoben wurde.
Als Jurist sei er es gewohnt Indizienprozesse zu führen, sagte Melbo, der auch Psychologie und Soziologie studierte. Die Behauptung, der Sonnenkönig sei nicht das leibliche Kind von Louis XIII. und Anne d’Autriche sei mehr als eine These, sagte Melbo und erklärte seine stringente Beweisführung. „Nicht nur in den Naturwissenschaften, auch in den Sozial- und Geisteswissenschaften dürfen Entdeckungen gemacht werden.“

Erst der Blick von außen auf Europa habe es ihm ermöglicht, die Täuschung zu erkennen, so Melbo. Die französische Geschichte ein großes Täuschungsmanöver? Die Königsfälschung wird in diesem Frühjahr wohl viel beachtet werden. Max Melbo ist überzeugt, dass die Europäer ihm Recht geben werden. Gespannt ist er nur, wie lange es dauert.

ML

Ein Kommentar

  1. „Wer viel schreibt, hat wenig zu sagen.“

    Das habe ich schon oft gehört. Ob das wohl stimmt? Als erfahrener Mediziner kann ich Ihnen jedoch versichern, dass man mit nur einem Hoden auch sogar mehrere Kinder zeugen kann. Weshalb nun das im wesentlichen als Hauptindiz genommen werden soll, dass Adolf Hitler unfähig gewesen sein soll, eine genitale Sexualität zu haben? Das ist für mich nicht einsichtig. Und bevor ich nun mehrere 1000 Seiten zu diesem Thema lese, beschäftige ich mich lieber mit schöneren Dingen.

    Hans-Jürgen Beringer

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