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Branchen-Monitor Buch: Der Dezember hat das Jahr gerettet – nur der „klassische“ Buchhandel schwächelt

Nach zwei Monaten, in denen der Buchhandel kein Umsatzplus mehr erzielt hat, schließen die Vertriebswege Sortiment, Warenhäuser und E-Commerce den letzten Monat des Jahres 2008 mit einem positiven Vorzeichen ab:

Im Dezember wurde im Vergleich zum Vorjahr 5,3 Prozent mehr Umsatz gemacht, was vor allem auf den Verkauf an den letzten beiden Tagen vor Weihnachten und einen zusätzlichen Verkaufstag zurückzuführen ist. Für das Gesamtjahr resultiert aus dieser Entwicklung für die drei Vertriebswege ein Umsatzplus von 1,0 Prozent. Das meldet heute der Branchen-Monitor des Börsenvereins.

Gesondert betrachtet, schließt der klassische Sortimentsbuchhandel sowohl im Dezember als auch auf das gesamte Jahr bezogen schwächer ab. Im Dezember erreichten die Sortimentsbuchhändler an der Ladenkasse eine Umsatzsteigerung von immerhin 2,5 Prozent, für dieses Plus war auch hier insbesondere das unmittelbare Weihnachtsgeschäft verantwortlich. Die Umsatzentwicklung für das Gesamtjahr liegt bei den Sortimentern hingegen bei minus 1,0 Prozent. Die Rechnungsverkäufe konnten im Dezember um 4,6 Prozent zulegen.

Auch der Blick auf die Editionsformen spiegelt die positive Entwicklung im Weihnachtsmonat wieder. Hardcover und Taschenbücher legten jeweils um mehr als 5 Prozent zu (5,3 bzw. 5,8 Prozent). Mit Hörbüchern wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat 3,7 Prozent mehr Umsatz erzielt.

Dominiert wurde die Rangliste der Warengruppen im Dezember eindeutig von Sachbüchern (plus 26,1 Prozent). Dies war vor allem auf Helmut Schmidts „Ausser Dienst“ zurückzuführen. Aber auch die Belletristik sowie Kinder- und Jugendbücher konnten mit 12,7 beziehungsweise 4,4 Prozent eine positive Umsatzentwicklung verbuchen. Einen deutlichen Einbruch erlitt die Warengruppe Reise mit einem Rückgang von 25,4 Prozent – hier wirkt sich das enorme Umsatzplus durch Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ in der Vergangenheit aus, das 2007 ein beliebtes Weihnachtsgeschenk war. Daneben mussten folgende Warengruppen einen Rückgang im einstelligen Wertebereich hinnehmen: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik (minus 6,2 Prozent), Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft (minus 4,7 Prozent), Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik (minus 4,1 Prozent), Ratgeber (minus 2,4 Prozent).

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