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Börsenblatt (175)

Das Börsenblatt für den deutschen Buchhandel wird heute 175 Jahre alt: Am 3. Januar 1834 erschien in Leipzig die erste Ausgabe. Dazu gratulieren wir herzlich, noch dazu aus gutem Grund. Denn: Ohne Börsenblatt gäbe es keinen BuchMarkt.

Hätte das Börsenblatt 1966 so ausgesehen wie heute, wäre die Idee zu BuchMarkt nicht aufgekommen. Mein damaliger Lehrherr Klaus Werner unterstützte mich bei meiner Meinung, dass die Buchbranche und vor allem die Buchhändler ein Blatt bräuchten, dass ihnen in der täglichen Praxis helfen und die Veränderungen des Marktes begreiflich machen müsste. Das alles bot das Börsenblatt damals nicht, so gründeten wir BuchMarkt.

Das hat damals schon nach kurzer Zeit den Börsenverein, in der Person etwa von Roland Ulmer, wachgerüttelt. Seither hat sich das Börsenblatt mehrfach gewandelt: So modern, so marktorientiert und so schnell, wie unsere Kollegen am Main heute agieren, beweist die älteste deutsche Fachzeitschrift, dass sie jung geblieben ist, von 175 keine Spur.

Zwar bangt ihr Chefredakteur, dass die Printplatform Börsenblatt vor Beginn seiner Rente verschwunden sei (das hat er im Mai 2007 jedenfalls noch öffentlich gesagt) – doch ich bin sicher: Könnte ich beim 200. Jubiläum des Blattes dabei sein, würde ich mich diebisch darüber freuen, dass er unrecht hatte und unser „altes“ Börsenblatt dann 200 Jahre jung geblieben ist. Denn ich glaube, dass er und seine RedaktionskollegInnen auf dem richtigen Weg sind.

Denn das Internet hat zwar viel verändert, gibt auch „Newcomern“ wie BuchMarkt Chancen, im Wettbewerb mitzumischen, doch es hat noch keinen vernüftigen Weg aufgezeigt, dem Handel so effizient und spielerisch das Fachwissen und die Informationen zu vermitteln, die seine Mitarbeiter täglich zum Verkaufen brauchen. Infos über Gedrucktes lassen sich immer noch am besten mit Gedrucktem vermitteln, zumindest denen, die Gedrucktes mit Leidenschaft verkaufen wollen.

Ein gutes, modernes Börsenblatt wird dazu immer gebraucht…. und wir anderen helfen mit unseren Ideen mit, dass das Blatt lebendig bleibt.

Ad multos annos!
Christian von Zittwitz

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