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Bankenkonferenz in Berlin-Brandenburg

Geschäftsführerin Johanna Hahn begrüßte gestern in der Geschäftstelle des Landesverbands Berlin-Brandenburg im Börsenverein Vertreter von Kreditinstituten aus Berlin und dem Umland zur ersten Bankenkonferenz.

15 Banker waren der Einladung gefolgt, um mehr über die Hintergründe der Geschäftsabläufe im Verlagswesen zu erfahren.

„Schwerpunkte dieser Veranstaltung sind die Darstellung der Wertschöpfungskette und die logistischen Abläufe in der Branche“, so Johanna Hahn.

Klaus Kämpfe-Burghardt, Geschäftsführer des Patmos Verlagshauses erläuterte in seinem Vortrag „Wie man mit Büchern Geld verdient“: „Bildung ist DER Rohstoff des 21. Jahrhunderts“, so Kämpfe-Burghardt. Daher lasse sich auch in Zukunft mit dem Handel mit Inhalten Geld verdienen. „Wenn Sie in ein Buch investieren, investieren Sie in Inhalte, die multipel verwertet werden können“, empfahl er den Bankern.
Das Buch habe einen sehr hohen Imagefaktor und überhaupt sei die Anzahl der Insolvenzen im Verhältnis zu anderen Branchen sehr gering.


Exemplarisch für einen wissenschaftlichen Verlag erläuterte Volker Schwarz, Geschäftsführer des Berliner Wissenschaftsverlags BWV, die Herausforderungen in Zeiten von Open Access. Neben dem Printmedium sei es überlebenswichtig, Kompetenz im Internet zu zeigen.

Wieland Giebel, Inhaber der Berlin Story, der einen Verlag und eine Buchhandlung betreibt, zeigte wie auch ein unabhängiges Untenehmen neben den Filialisten bestehen kann. Innovation und Alleinstellung lauten seine Zauberworte. Giebel setzt seit Jahren auf eine Internetpräsenz und lässt sich immer Neues einfallen um im Gespräch zu sein, wie aktuell eine Dinnershow im Berlin Story Salon im Untergeschoss der Buchhandlung. „In diesem Jahr waren wir schon rund 600 Mal in der Presse präsent“, sagte der Unternehmer, der seinen Umsatz seit dem Umzug in die Kaiserhöfe monatlich um über 70 Prozent steigern konnte.

Von den Banken erwartet Giebel nicht nur kompetente Beratung, sondern auch schnelle Entscheidungen. Da gebe es durchaus noch Handlungsbedarf. „Ich möchte so behandelt werden, wie wir unsere Kunden behandeln“, appellierte er an die Banker. „Mit einem Superservice und extrem kundenorientiert.“ Sprach’s und zückte seine Kamera. „Wenn Sie morgen unsere Website www.berlinstory.de anklicken, können Sie das Foto auf unserem Blog sehen. Das ist Marketing.“

„Unsere Arbeit dient nicht dem Profit, sondern folgt inhaltlichen Absichten“, brachte Verlegerin Susanne Schüssler das Konzept des Wagenbach Verlags auf den Punkt und zeigte die Schwierigkeiten bei der Bewertung eines Publikumsverlags. Kaufentscheidungen würden nicht – wie in anderen Branchen üblich – nach Marken getroffen. Auch gebe es Erfolge, die in der Bilanz nicht sicht bar sind – wie die Wahrnehmung im Feuilleton.

Aufmerksam folgten die Banker ihren Ausführungen über die Bedeutung der Backlist, die Vorzüge einer guten Autorenbindung und das Problem der Vorfinanzierung.

Nach dem Streifzug durch die Branche zogen die Banker eine positive Bilanz. Die Vorträge hätten ihnen neue Erkenntnisse gebracht, waren sie sich einig, und eifrig nutzten sie beim anschließenden Imbiss die Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen mit den Referenten.

ML

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