Es war ihm zuletzt kaum mehr zugetraut worden, dass er die Immobilien los wird. Nun hat Ex-Bertelsmann Thomas Middelhoff doch noch etwas bewegt. Der Verkauf der Arcandor-Immobilien, wie der Mutterkonzern von Karstadt jetzt heißt, befindet sich auf einer tragfähigen Grundlage. Das berichten Medien heute übereinstimmend.
Karstadt spült das 800 Mio. Euro in die Kassen. Geld, das aber schon soweit verplant ist, dass Analysten sich bereits fragen, ob der Verkauf überhaupt noch einen Buchgewinn bedeutet.
Gekauft hat die Beteiligung an der Immobiliengesellschaft Highstreet ein von der Deutsche-Bank-Immobilientochter RREEF geführtes Konsortium, dem auch die italienische Pirelli RE, Generali und die Borletti Group angehören. Man habe eine „verbindliche Vereinbarung“ mit Arcandor unterzeichnet, hieß es aus diesen Kreisen.
Highstreet besitzt die Mehrheit an den Gebäuden der Karstadt-Warenhäuser in Deutschland. Das Portfolio besteht insgesamt aus 164 Immobilien. Die übrigen 51 Prozent hält der Goldman-Sachs-Fonds Whitehall, mit dem das Konsortium nach eigenen Angaben gemeinsam die Kontrolle über Highstreet ausüben will.
Karstadt ist nach dem Verkauf nur noch Mieter der Warenhäuser und wird in Zukunft mehr für die Nutzung der Immobilien zahlen müssen.