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Bremer Literaturpreis für Hans Joachim Schädlich und Thomas Melle

Im Rahmen eines Festaktes in der Oberen Rathaushalle ist gestern der Bremer

Jens Böhrnsen (Senator für Kultur), Hans Joachim Schädlich
und Thomas Melle (Foto: Victor Ströver)

Literaturpreis 2008 der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung an Hans Joachim Schädlich verliehen worden. Der Schriftsteller erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen im Rowohlt-Verlag erschienenen Erzählungsband „Vorbei“.

Gleichzeitig erhielt Thomas Melle für seinen im Suhrkamp-Verlag veröffentlichtes Buch „Raumforderung“ den mit 6.000 Euro dotierten und von der ÖVB – Öffentliche Versicherung Bremen finanzierten Förderpreis.

Die Preise überreichte der Vorsitzende der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Staatssekretär a.D. Michael Sieber. Bürgermeister und Kultursenator Jörg Böhrnsen gratulierte den beiden Literaten auch im Namen des Senats der Freien Hansestadt Bremen und bedankte sich bei der Jury: „Dank des Preises, den wir heute vergeben, ist Bremen im 20. Jahrhundert zu einer Literatur-Stadt geworden“.

Hans Joachim Schädlich, am 08.10.1935 in Reichenbach im Vogtland geboren, studierte Gemanistik in Berlin und Leipzig und promovierte mit einer Arbeit über „Die Phonologie des Ostvogtländischen“ (1966). Von 1959 bis 1976 war er an der Ostberliner Akademie der Wissenschaften tätig, anschließend als freier Übersetzer. 1977 verließ er die DDR – wo er nicht veröffentlicht wurde – nachdem er wegen seines Protestes gegen die Zwangsausbürgerung Wolf Biermanns wachsenden Repressalien ausgesetzt war. Mit dem Prosaband „Versuchte Nähe“ erzielte er 1977 einen ersten großen Erfolg im Westen. 1988 Literaturpreis für Kurzprosa, Hamburg, Thomas-Dehler-Preis 1989, 1992 Johannes-Bobrowski-Medaille Berlin und Heinrich-Böll-Preis Köln.

Thomas Melle, 1975 in Bonn geboren, lebt in Berlin. Studium der Komparatistik und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Für seine Übersetzung von William T. Vollmanns Roman Huren für Gloria, die zugleich seine komparatistische Magisterarbeit darstellte, wurde er für den Leipziger Buchpreis in der Kategorie Übersetzung nominiert. Raumforderung ist Thomas Melles Debüt.

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