Eben erreicht uns eine Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Buchhändler (AUB] zu den aktuellen Vorgängen MVB – BAG. Hier der Wortlaut:
Buchhandlungen, die als Beitrags- und Gebührenzahler Börsenverein wie BAG tragen, können abermals nur noch entsetzt mit dem Kopf schütteln. Undurchschaubare Vorgänge, widersprüchliche Erklärungen, merkwürdige Entscheidungen – und das alles in unserem Namen? Wohl kaum, denn gefragt hat uns als Mitgliedsunternehmen bisher niemand. Selbst die rein sachliche Information fehlt weitgehend – beginnend mit dem Abwiegeln seitens der BAG auf den Buchändlertagen 2006 gibt es bis heute keine konsequente Offenlegung der tatsächlichen Geschehnisse.
Die Verantwortlichen haben die Pflicht, unverzüglich – und zwar noch vor Leipzig – die Mitgliedschaft rückhaltlos aufzuklären. Alle bedeutsamen Fakten müssen auf den Tisch, sofort!
Klare Fragen, auf die von uns zahlenden Mitgliedern klare Antworten erwartet werden:
1. Wie konnte es zu den Vorgängen bei der BAG und ihren Töchtern im Zuge der Zanolli-Insolvenz kommen?
2. War (ist) die BAG tatsächlich in der gravierenden finanziellen Bedrängnis, die immer wieder beschworen wird?
3. Welche Absichten verfolgen Börsenverein und MVB tatsächlich in Bezug auf die BAG?
Es bedarf keiner besonderen Fähigkeiten, die aktuelle Krise als symptomatisch zu erkennen: Die Organisationen und Institutionen des Buchhandels mitsamt großer Teile ihres Führungspersonals sind den derzeitigen Anforderungen nicht mehr gewachsen.
Die Buchhandlungen, die ihre Unabhängigkeit wahren und auch übermorgen noch bestehen wollen, müssen für ihre Belange selbst entschieden eintreten – so mit der Vereinsgründung der „Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Buchhandlungen“ (AUB e.V.) am 15.3.2007 in Bielefeld.
Bielefeld, den 14.3.2007
Hartwig Bögeholz
für die AUB







