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Schweizer Fernsehen reagiert auf VUKB-Protest

In einer „Protestnote“ kritisierte der Verein der unabhängigen Kleinbuchhandlungen der Schweiz (VUKB) den Entscheid des Schweizer Fernsehens (SF), die Sendung „Literaturclub“ in der Zürcher Buchhandlung Orell Füssli aufzuzeichnen. [mehr…]

Dazu nie NZZ: Wie SF-Mediensprecher Urs Durrer erläuterte, habe man in Orell Füssli einen Sponsor für das bisher eigenfinanzierte Format gefunden und dabei die Gelegenheit wahrgenommen, die Kritikerrunde vor Publikum aus der Sterilität des Studios in ein angemesseneres Ambiente umzusiedeln. Dabei sei bewusst Wert auf einen dezenten Auftritt – im Rahmen der geltenden Sponsoring-Bestimmungen – gelegt worden.

„Der Augenschein am Osterdienstag hat in der Tat demonstriert, dass der ‚Literaturclub’ in dieser Beziehung zu keinerlei Argwohn Anlass gibt: Der Zuschauer findet sich vor einer stimmigen Kulisse, die wohl auf das Buch, nie aber auf den Verkäufer aufmerksam macht. Angesichts des expliziten Hinweises des nicht eben stichhaltig argumentierenden VUKB auf die Buchpreisbindung erscheint der Vorstoss weit eher in marktpolitischen Auseinandersetzungen und der Angst des Kleinen vor dem Großen zu gründen als in der Sorge, hier nehme die Lesekultur Schaden. Eigentlich müsste es auch dem VUKB primäres Anliegen sein, dass das Fernsehen das Schriftmedium möglichst einladend präsentiert“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

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