Der Börsenverein hat Gerüchte dementiert [mehr…], daß er plane, die Buchmesse zu verkaufen. „Das weltgrößte Branchentreffen wird bislang von der Ausstellungs- und Messe GmbH, einer Tochter des Börsenvereins, veranstaltet. Die Frankfurter Messe GmbH, die der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen gehört, hat Interesse an einer Beteiligung bekundet“, meldet heute die FAZ. Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Dr. Harald Heker, sagte der FAZ, zwar seien die entsprechenden Begehrlichkeiten seit Jahren bekannt, es lägen aber keinerlei konkrete Anfragen vor. Auf seiten des Börsenvereins bestehe daran auch „keinerlei Interesse“.
Der Leiter der Frankfurter Buchmesse, Volker Neumann, hatte in der „Frankfurter Rundschau“ die Vermutung geäußert, daß seine Absetzung mit der Vorbereitung eines Verkaufs der Buchmesse in Zusammenhang stehe. Mit ihm wäre das „vielleicht nicht gegangen“, zitieret ihn die FAZ. Heker sagte auf Anfrage der Zeitung dazu, er könne sich nicht vorstellen, dass Neumann dies wirklich gesagt habe, er müsse falsch zitiert worden sein und bestritt auch, daß der zeitweilig von Finanznöten geplagte Börsenverein zu einem Verkauf gezwungen sein könnte.
„Es ist äußerst unwahrscheinlich, daß der Börsenverein jemals einer Übernahme der Buchmesse zustimmen könnte. Denn ohne die Einnahmen aus dem lukrativen Messegeschäft wäre das wirtschaftliche Fundament des finanziell angeschlagenen Börsenvereins nicht tragfähig. Der Börsenverein wird wohl kaum seine wichtigste Einnahmequelle aufgeben!, kommentiert die FAZ