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Herzlichen Glückwunsch: 20 Jahre c’t

Als Christian Persson vor 20 Jahren den Verleger des Heise Verlages dazu überredete, es doch mal mit einem Magazin für Computer Technik, kurz c’t genannt, zu probieren, hat er es sich wohl nicht träumen lassen, heute, 20 Jahre später, immer noch den Posten des Chefredakteurs inne zu haben. Ob er damit auch der dienstälteste Chefredakteur einer Zeitschrift in Deutschland ist, darüber lässt sich streiten. Nicht streiten lässt sich darüber, dass Persson der „c’t“ http://www.heise.de das gegeben hat, was wir als Haltung oder Stil bezeichnen. Das hat nicht nur mit der spürbaren reaktionellen Unabhänigigkeit der „c’t“ (alle 14 Tage, Einzelheft 3,- Euro, Jahres-Abo ab 66,20 Euro) von der Computerindustrie zu tun. Das sind Kleinigkeiten, aber eben welche, die eine Zeitschrift prägen. Zum Beispiel die Achtung des Lesers. So folgt nach dem Editorial, das nie eins ist, und dem Inhaltsverzeichnis, sogleich das Leserforum. Deshalb gibt es in jeder „c’t“ am Ende eine fiktionale Kurzgeschichte oder einen Essay zu lesen. Deshalb werden in der ‚c’t“ auch kleinere Computer-Communities, wie Apple- und Unix-/Linux-Nutzer nicht ausgeschlossen. Und längst wird über all das berichtet, was unseren Alltag mit bestimmt: Das Internet, den Mobilfunk, PDA’s, DVD-Recorder, 0190-Dialer, digitales Fernsehen, MP3-Spieler, Bluetooth, Digitalkameras, das Urheberrecht … Jeder Artikel erzählt hier eine Geschichte, möglichst unverblümt und für jeden verständlich. Eine beachtliche Leistung für ein „technisches“ Magazin. Wie immer sind es aber die kleinen Geschichten, die eine Zeitschrift lesens- und liebenswert machen. So können wir in der Geburtstags-Ausgabe 24/2003 der „c’t“ unter der Überschrift „Von Geburtstagen und Geburtshilfen“ einen Briefwechsel zwischen Detlef Grell (c’t) und dem Autor Andreas Eschbach („Das Jesus Video“) nachlesen. Und dürfen über das erste Schriftsteller-Honorar eines gewissen „Eschenbach“ schmunzeln. STEFAN BECHT (stefan@stefanbecht.de)

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