Wie die Netzeitung heute meldet, ist gestern mit einer Einstweiligen Verfügung dem Propyläen Verlag untersagt worden, alle noch nicht gebundenen Exemplare des Buches «Der diskrete Charme der Stasi» zu vertreiben. Unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu einer halben Million Mark müssten bei weiterem Vertrieb Änderungen zu den Kontakten zwischen Götz Aly und den DDR-Behörden eingefügt oder entsprechende Stellen geschwärzt werden. In dem Buch, das sich mit den Einflußnahmeversuchen der Stasi auf verschiedene Westmedien befasst, werde über einen Anwerbungsversuch des Stasi-Ministeriums im Jahre 1973 und über Kontakte zwischen Götz Aly und dem heutigen Bundestagsabgeordneten der Grünen, Christian Ströbele, sowie dem DDR- Presseamt 1982 und 1983 berichtet. Aly und Ströbele hätten damals versucht, eine Akkreditierung für einen Korrespondenten der Berliner «tageszeitung» zu erhalten. Im Buch dürfte in diesem Zusammenhang nicht mehr behauptet werden, dass Aly den DDR-Behörden auf plumpe Weise nach dem Munde geredet und sich angebiedert habe. Aus einem Stasi-Vermerk gehe hervor, dass Aly keinesfalls zu einer Zusammenarbeit mit der Stasi bereit gewesen sei. Wenn aus Akten der Staatssicherheit berichtet werde, müsse dies vollständig und nicht sinnentstellend geschehen, machte das Landgericht geltend.
Klett-Umfrage: Rund 70 Prozent der Lehrkräfte sehen Rückgang zentraler Basiskompetenzen
Rund 70 Prozent der befragten Lehrkräfte in Deutschland beobachten nach Angaben des Ernst Klett Verlags einen spürbaren Rückgang zentraler Basiskompetenzen in den vergangenen fünf Jahren. Das geht aus einer bundesweiten