Nach wie vor wächst vornehmlich bei den kleineren Verlagen der Unmut über die Streichung des Buchmessemontags. Deren Proteste sollen zwar, wie Messedirektor Lorenzo Rudolf beim Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft Publikumsverlage in München zusagte, „berücksichtigt“ werden: Man werde noch in diesen Tagen eine Diskussionsrunde der verschiedenen Interessengruppen nach Frankfurt einladen, damit der Aufsichtsrat ein wirkliches Meinungsbild habe. Ob das den Kritikern nützt, scheint zweifelhaft. Eine spontane Probeabstimmung der in München anwesenden Verlage ergab, dass die Diskussion darüber schwierig wird: Nur eine knappe Mehrheit war für den Erhalt des Messemontags. Indiz dafür, dass die Bereitschaft, den Messemontag abzuschaffen, mit der Größe der Verlagsunternehmen steigt. Vorwurf aus kleineren Häusern: Für die Abschaffung stimmten meist Chefs, die sowieso bisher schon am Sonntag abgereist sind. Die Angst jedenfalls der kleineren Verlage bleibt, dass bei Abschaffung des Montags das Publikum nicht nur beim Abbau „helfen“ wird, sondern dass die Kostenersparnis auf dem Rücken der vielen kleinen Aussteller ausgetragen wird: Hilfskräfte für den Abbau am Sonntag abend sind teurer. Ihre Meinung dazu ist gefragt: Schicken Sie Ihre Mail an redaktion@buchmarkt.de
Neue Verlage wagen sich in der Schweiz an gedruckte Bücher
Die Umsätze im Buchhandel sorgen nicht für Euphorie, unabhängige Buchhandlungen werden von Konzernen geschluckt oder schließen. Umso überraschender ist, dass bei manchen Verlagen in der Schweiz weiterhin ein Gründergeist vorhanden