Der „Fall“ Hera Lind zieht Kreise – nicht nur was den privaten Partnerwechsel der presse- und geschäftsrührigen Autorin betrifft, sondern auch ihren beruflichen vom S. Fischer Verlag zu Ullstein. Klaus Eck, Programm-Geschäftsführer der Bertelsmann Buchverlage, dementierte jetzt gegenüber BuchMarkt das Gerücht, im Wettbewerb mit Ullstein habe man mit C. Bertelsmann trotz höheren Gebots den Kürzeren gezogen, weil Hera Lind sich mit der Ullstein-Offerte „am wohlsten“ gefühlt habe, wie der dortige TB-Verlagsleiter Armin Gontermann erklärt hat (vgl. BuchMarkt online, Meldung vom 14.4. „Dementi“).Tatsächlich hat es von Seiten Bertelsmann erst gar kein Angebot gegeben, nachdem Linds Agent Peter Wolf, der selbst nicht aus der Buchbranche stammt, im Vorgespräch seine „exorbitanten“ (Eck) Preisvorstellungen genannt hatte. Diese sollen sich, wie mittlerweile durchgesickert ist, auf 1 Millionen Mark pro Buch plus 10% Extra-Honorar für den Agenten belaufen haben – summa summarum demnach 5,5 Millionen Mark. Dass Bertelsmann sich darauf nicht eingelassen hat, sei weniger eine Geld-, denn eine Prinzipienfrage gewesen, so Eck: „Auch wir haben in der Vergangenheit schon Titel zu großen Summen eingekauft“, doch was hier gefordert wurde, gehe doch „über die Usancen unserer Branche nicht nur in Sachen Vorschuss weit hinaus. Es gibt Grenzen.“ Offenbar auch im Lizenzgeschäft.
Carlsen Verlag, Marc-Uwe Kling und Astrid Henn klagen gegen Open AI
Der Carlsen Verlag – unterstützt durch die deutsche Bonnier Verlagsgruppe – reicht gemeinsam mit Marc-Uwe Kling und Astrid Henn Klage gegen OpenAI ein. Die Urheber:innen sehen ihre Rechte an dem