Der staatlich finanzierte Anteil am deutschen Schulbuchmarkt von insgesamt 800 Mio. Mark ist insgesamt rückläufig. Seit 1992 sind die staatlichen Investitionen von 692 Mio. Mark auf 515 Mio. Mark im Jahr 1998 gesunken. Der Ausgleich durch private Ausgaben beträgt runde 300 Mio. Mark. In den nächsten acht Jahren ist mit einem weiteren Rückgang der Schülerzahlen – unter anderem als Spätfolge des Pillenknicks – zu rechnen, was das Marktvolumen weiter schrumpfen lassen wird. Aufgrund des mit dieser Entwicklung einher gehenden Paradigmen-Wechsels in Schule, Bildung und Wissen, bei dem Bildung zunehmend in die Verantwortung jedes Einzelnen fällt, sieht der Ernst Klett Verlag (376 Mio. Mark Umsatz im Jahr 1998, davon 83 Prozent Schulbuch) Wachstumschancen vorrangig im Consumermarkt sowie in der Erwachsenenbildung mit dem neuen Geschäftsfeld Gesundheitsbildung (in Kooperation mit den Landesverbänden der Volkshochschulen). Ziel des Verlages sei es, die Marktführerschaft im Bereich Fremdsprachen mit der Einführung des Englisch-Lehrwerks Playway für das frühe Fremdsprachenlernen ab der ersten Grundschulklasse weiter auszubauen und zu festigen. Besorgt zeigt sich Geschäftsführer Johannes Leßmann über die inhaltlichen und wirtschaftlichen Folgen des starken Rückgangs des Schulfachs Geographie/Erdkunde, das im Verlauf der letzten 20 Jahre um runde 50 Prozent verringert wurde. Dem zur Klett-Gruppe gehörenden und in Deutschland führenden Geographieverlag Klett-Perthes beschert dies seit Jahren sinkende Schulbuchumsätze. Investitionen werde der Ernst Klett Verlag in den nächsten Jahren vor allem in den Bereichen Fremdsprachen in der Grundschule, Neue Lernsysteme, Internet und Multimedia sowie in der Erwachsenenbildung vornehmen. Auf Zeiten, in denen Lehr- und Lernmaterialien aus dem Internet geladen oder als Print on Demand-Produkte bestellt werden können, bereite sich der Bildungsverlag schon heute gründlich vor.
Der Messe-Mayer Leipzig 2026, Tag 5 von 5
Sonntag: CosPlay, Danke und Auf Wiedersehen Liebe Freunde, das war die „ungefähr 390. Leipziger Buchmesse“ (Martin Buhl-Wagner), oder, wie wir Zen-Meister offiziell zählen: Es war die Leipziger Buchmesse. Zwei Themen







