Vorgeblättert Bücher und Autoren morgen in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“

„Eine furchterregende Familie“: Die skandalösen Enthüllungen von Camille Kouchner, Tochter des ehemaligen französischen Außenministers und der Politologin und linken Ikone Evelyne Pisier. Von Annabelle Hirsch

(Camille Kouchner La Familia Grande, Seuil)

„Im Schlafzimmer der Geschichte“: Der englische Schriftsteller Julian Barnes erzählt in seinem neuen Buch aus dem Leben des französischen Mediziners Samuel Pozzi – und hält seiner britischen Heimat im Augenblick des Brexits eine Variante der Vergangenheit vor, in der Chauvinismus nicht die letzte Antwort ist. Von Tobias Rüther

(Julian Barnes: Der Mann im roten Rock. Übersetzt von Gertraude Krueger. Kiepenheuer & Witsch).

Im April erscheint bei Kampa die nächste Neuauflage eines alten Duffy-Krimis von Julian Barnes alias Dan Kavanagh: Heiße Fracht

„Nicht auf dem Lehrplan“: Vor mehr als dreißig Jahren erschien Art Spiegelmans  Comic Maus in deutscher Übersetzung. Während der Text zu den Standardwerken in amerikanischen Schulen gehört, ist er in deutschen Klassenzimmern unbekannt. Obwohl er der heutigen Generation einen Zugang zur Schoa bieten könnte, den sie benötigt. Von  Caroline Jebens

(Art Spiegelman Mausübersetzt von Christine Brinck und Josef Joffe (S. Fischer) .

„Frei sein im Kontrollraum“: Johann Scheerer erzählt, wie nach der Entführungseines Vaters für ihn eine Jugend mit Personenschutz begann. Von Julia Encke

(Johann Scheerer: Unheimlich nahPiper )

Kommentare (1)
  1. Dass Art Spiegelmans Comic MAUS in deutschen Klassenzimmern unbekannt sei, diese Behauptung ist nur eingeschränkt richtig. Als die ‚Bundeszentrale für politische Bildung‘ 2010 „Die vollständige Maus“ für Interessierte zugänglich machte, kam das Werk zu mir – und durch mich an meine SchülerInnen.
    Zugegeben, nicht viele meiner KollegInnen sind so engagiert, interessieren sich über ihr eigenes Fach(gebiet) auch für einen solchen Titel – ich tat es und bin froh, bis zu meinem Ruhestand vor zwei Jahren ebenso interessierte wie engagierte Schüler gehabt zu haben, die nicht den Rattenfängern (oder Mausefängern, wie man will) nachzulaufen mit der Parole, dass endlich mal Schluss sein müsse…mit diesem „Vogelschiss der Geschichte“. Ich warnte sie auch früh vor Leuten wie Alexander Gauland und Björn Höcke – und natürlich auch schon früh vor einem Mann wie Donald Trump.
    Gerade am Tag nach dem 10. Januar im Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht – „Vorwärts, und nicht vergessen – die Solidarität“!
    Dieter Klug

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