Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Wenn es Grabsteine gibt, die gute Laune machen, ist dieses Buch genau das.“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

  • „Statuen sterben auf verschiedene Weisen“: Hermann Parzinger durchquert kenntnisreich die lange Geschichte der Kulturzerstörungen. „Die Geschichte der Kulturzerstörungen, die Hermann Parzinger – Archäologe, Gründungsintendant des Berliner Humboldt-Forums und Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz – vorgelegt hat, verweist schon mit ihrem Titel Verdammt und vernichtet auf zwei Formen der dargestellten Zerstörungen: einerseits die Vernichtung von Bauwerken, Bildern, Statuen, Denkmälern und Monumenten, andererseits die damnatio memoriae, die vor allem die Erinnerung an bestimmte Personen – von Echnaton bis Stalin – auslöschen soll.“
    Hermann Parzinger, Verdammt und vernichtet. Kulturzerstörungen vom Alten Orient bis zur Gegenwart (C.H. Beck Verlag)
  • „Was bestehen will, wird ins Gleiten gebracht“: In der Nische fällt ihr mehr ein als immer nur Gemüse: Teresa Präauers Prosasammlung Das Glück ist eine Bohne. „Die Stärke der Marginalie erweist sich darin, dass sie niemals zynisch wird, dass sie genau bleibt, gerade dort, wo einem nichts anderes übrigzubleiben scheint.“
    Teresa Präauer, Das Glück ist eine Bohne (Wallstein Verlag)
  • „Verlässlich einzigartig“: Anja Röcke analysiert Konzepte der Selbstoptimierung. „Röckes Arbeit ist der Versuch der genealogischen Rekonstruktion des seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der Soziologie und Psychologie aufkommenden Begriffs der Selbstoptimierung, keine empirische Studie.“
    Anja Röcke, Soziologie der Selbstoptimierung (Suhrkamp Verlag)
  • „Für eine Handvoll Cent“: Wie die Kette Re-Read den spanischen Buchhandel revolutioniert. „Wiederlesen bedeutet dabei nicht wie früher, dass dieselbe Person ein Buch abermals liest, sondern dass verschiedene Leser ein Buch teilen und ihm dadurch ein langes Leben garantieren, die Rückkehr in den geistigen Kreislauf angesichts endlicher Rohstoffe. Stolz verkündet Re-Read, wie viele Bäume durch dieses Geschäftsprinzip schon verschont wurden. Jedes verkaufte Exemplar ist ein Recyclingerfolg.“

 

  • „Lustig und angriffslustig“: Ein famoses Buch mit Texten von und über Wiglaf Droste. „Bei allem Rabaukentum war der Dichter vor allem: eine empfindsame Seele. (…) Wenn es Grabsteine gibt, die gute Laune machen, ist dieses Buch genau das.“
    Wiglaf Droste, Chaos, Glück und Höllenfahrten – Eine autobiographische Schnitzeljagd (Edition Tiamat)

Kommentare (1)
  1. Grabsteine, die gute Laune machen?
    Ein Freund von mir schreibt ein solches Buch und ich freute mich bereits, es vom Buchmarkt präsentiert zu bekommen.
    Doch weit gefehlt! Was kann, war ein Bericht der Frankfurter Allgemeine über das Buch des Hermann Parzinger: „Verdammt und vernichtet. Kulturzerstörungen vom Alten Orient bis zur Gegenwart“ (C.H. Beck Verlag).
    Für mich gibt es da nichts zu lachen!

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