Aus der Werkstatt der Verlage Bodo von Hodenberg: „Bücher gehen also noch … ja, es braucht sie“

Die Serie „Aus der Werkstatt der Verlage“ geht heute weiter mit dem Werkstattbericht von Bodo von Hodenberg zum neuen Programm seiner Favoritenpresse:

Bodo von Hodenberg bei seinem ersten sommerlichen Café-Besuch „seit einer gefühlten Ewigkeit“: „Und natürlich habe auch  ich daran gezweifelt, ob es schöne Bildbände in einem solchen Jahr überhaupt braucht“
Bild: © Katia Fouquet

Bücher gehen also noch, so klingt es aus den Verlagen. Immerhin etwas, in Zeiten der Pandemie. Denn ansonsten ist es ja für viele schwierig, den Betrieb am Laufen zu halten. Und natürlich habe ich wie etliche andere daran gezweifelt, ob es schöne Bildbände in einem solchen Jahr überhaupt braucht? Ja, es braucht sie. Um der Homeoffice-Tristesse zu entfliehen und zu Hause etwas Behaglichkeit zu inszenieren; aber auch um Querdenkern, Corona-Leugnern und einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft etwas positive Utopie entgegenzusetzen.

Für das erste Programm haben wir viel Lob eingeheimst: Für den Spitzentitel Das Ende der Bücher, das wunderbare Vogel-Album und ja: für die Qualität und die Leidenschaft, die in unseren Büchern steckt. Auch wenn die Schließung der Buchhandlungen die Präsentation erschwert hat, haben unsere Bücher auf Grund vieler freundlicher Empfehlungen den Weg zu den Kund:innen gefunden. Und wir können in dieser Hinsicht mehr als zufrieden sein in unserem ersten Jahr.

In diesem Herbst feiert die Favoritenpresse Walter Trier. „Wer war das denn nochmal?“ fragen sogar die geisteswissenschaftlich gebildeten Freundinnen und Freunde. Aber dann bedarf es nur eines Stichwortes, und jeder hat Bilder im Kopf: „Das ist doch der Kästner-Illustrator“. Ja, aber noch so viel mehr: Wer Walter Trier noch gewesen ist, das können Sie in unserem famosen großformatigen Bildband erfahren … und diejenigen, die noch mehr wissen möchten, die schaffen sich doch bitte die umfangreiche Biografie von Antje M. Warthorst an. Eine Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die es in sich hat!

Durch Klick auf Abbildung zum Blättern im Programm

Außerdem laden wir herzlich ein, die Tiefen des Berliner Dialekts zu erkunden: Lindenbergs jeflflügelte Worte sind zum scheckiglachen – und genial illustriert von Jakob Hinrichs. Außerdem bieten wir zum Dichter Ringelnatz eine fabelhafte Ergänzung: den Maler Ringelnatz. Absolut entdeckenswert! Nicht nur aufgrund des bisher großen Erfolges machen wir weiter mit unseren Neuausgaben historischer illustrierter Titel. Aber sehen Sie selbst, der Katalog liegt ja vor Ihnen: Immer wieder sind wir fasziniert, wie modern die Illustrationen wirken und welche Präzision und Zeichenkunst wir bei unserer Suche nach spannenden Themen vorfinden.

Natur-Interessierte dürfen sich auf Die Bäume Deutschlands freuen: Der Botaniker Oliver Tackenberg hat sein unglaubliches Wissen so auf den Punkt gebracht, dass (fast) keine Fragen offenbleiben. Wir hoffen, damit auch ein Stück weit das Bewusstsein für den Zustand des Waldes zu schärfen.

Nun bleibt uns zu wünschen, dass der Herbst Besserung bringt, vor allem für diejenigen, die besonders unter der Pandemie gelitten haben. Und unseren Büchern wünschen wir viele Rezensionen und zahlreiche Bestellungen. Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit.

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin,

Bodo von Hodenberg

Zuletzt brachten wir den Werkstattbericht von Nilpferd-Programmleiterin Conni Hladej

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