Die Ravensburger Unternehmensgruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr ihren konsolidierten Umsatz um 2,1 Prozent auf 590,3 Mio DM erhöht – ohne die inzwischen börsennotierte RTV Family Entertainment AG. – Der Spieleverlag gewann trotz stagnierendem Spielwarenmarkt Anteile hinzu. Der Umsatz stieg um 6,5 % auf 482,8 Mio DM (davon in Deutschland 44,3 %, im Ausland 55,7 %). Mitverantwortlich für die Steigerung: Tikal, das als Spiel des Jahres gekürt wurde und sich 384.000 mal verkaufte. – Der Buchverlag erreichte einen Umsatz von 76 Mio DM, was ein Plus von 13 % bedeutet. Hier war man vor allem mit Charakteren wie Teletubbies und Baby Born erfolgreich. – Ravensburger Interactive verzeichnete mit einem Umsatz von 19,5 Mio DM einen Zuwachs von 383 %. Ausschlaggebend: im letzten Geschäftsjahr ging man erstmals mit Spielen für Jugendliche und Playstationtiteln an den Markt. 120.000 verkaufte CD-Roms von „Catan – die erste Insel“ zeigten, dass auf diesem Gebiet momentan noch mehr zu erwirtschaften ist als mit Kindersoftware. – Das vierte Standbein, die Ravensburger Interactive Media, erzielte 1999 mit Business-to-Business-Geschäften einen Zuwachs von 13 Prozent auf 31,1 Mio DM. – Das Ravensburger Spieleland steigerte sich mit 11 Mio DM um 27 %, blieb jedoch 20 % unter den Erwartungen. Kommentar von Vorstandsmitglied Dr. Detlef Lux: „Unsere Märkte verändern sich. Der deutsche Spielemarkt schwächelt, Familien und Kinder nutzen ihre Freizeit anders, Kinder verzichten immer früher auf Kinderprodukte. Die Situation gehen wir offensiv an: mit neuen Geschäftsfeldern wie dem Spieleland und Produktsegmenten wie CD-Roms, Konsolenspielen oder Videokassetten. Andererseits werden wir unsere Marktposition im Kerngeschäft, also bei Spielen, Puzzels und Büchern, international noch verbessern.“
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