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Deutsche Nationalbibliothek erweitert Sammlung von Zeitzeugen-Interviews 

In den Lesesälen der Deutschen Nationalbibliothek können über 50.000 Interviews aus dem Visual History Archive der USC Shoah Foundation recherchiert und eingesehen werden. Zur Sammlung gehören seit kurzem auch 182 Berichte von Überlebenden und Zeug*innen des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023.

Die Interviews den 7. Oktober 2023 betreffend, sind Teil der „Contemporary Antisemitism Collection“ der USC Shoah Foundation. In dieser Sammlung dokumentiert die Stiftung die Erfahrungen von Menschen, die seit 1945 von Antisemitismus betroffen waren. Die aufgezeichneten Interviews bewahren persönliche Erfahrungen und Perspektiven von Zeitzeug*innen und bilden wichtige Quellen für die Auseinandersetzung mit Formen des Antisemitismus in der Gegenwart.

Mit der erweiterten Sammlung führt das Deutsche Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek sein Angebot „Zeitzeugnisse digital“ fort. Dieses umfasst sowohl Interviews aus den eigenen Beständen als auch den Zugang zu Sammlungen anderer Institutionen, wie das von Carolin Emcke und Manuela Bojadžijev erstellte „Archiv der Flucht“ und die Interviews der USC Shoah Foundation.

Zeitzeugnisse eröffnen persönliche Zugänge zur Geschichte. Sie machen individuelle Lebenswege und Erfahrungen nachvollziehbar und sensibilisieren für Verfolgung, Ausgrenzung und Gewalt. Indem das Deutsche Exilarchiv diese Quellen zugänglich macht und selbst Interviews führt, unterstützt es ihre Erforschung und die Beschäftigung mit ihnen – heute und für nachfolgende Generationen.    

  

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