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Amazon reagiert auf Libro-Vorstoß: „Wettbewerbsverzerrung nicht hinnehmbar“

„Macht der Libro-Rummel den führenden Internet-Buchhändler Amazon nervös oder dient er als Alibi? Der Marktführer im Online-Buchmarkt erklärte heute, er werde die Reaktionen auf den Vorstoß von Libro „genau beobachten und die rechtlichen Möglichkeiten prüfen“. (!)Philipp Humm, Geschäftsführer amazon.de, übt heftige Kritik an den aktuellen politischen Grundlagen zur Preisgestaltung im deutschsprachigen Online-Buchmarkt: „Die Wettbewerbsverzerrung ist nicht hinnehmbar. Eine Politik, die den verschiedenen Wettbewerben im selben Markt unterschiedliche Gestaltungsrahmen auferlegt, kann nur als unfair bezeichnet werden,“erklärt Humm. „Als global agierendes Unternehmen sind wir keine Freunde der nationalen Buchpreisbindung. Nur bei einer allgemeinen Aufhebung der Buchpreisbindung national und länderübergreifend sind freie Preisgestaltungen denkbar und für alle Anbieter gleich. Im Online-Zeitalter sind krass voneinander abweichende gesetzliche Grundlagen für Wettbewerber zweier Nachbarländer nicht mehr denkbar; der Online-Handel kennt keine nationalen Grenzen.“Aber mit Bezug auf den Preisbindungsbruch durch lion.cc sagt Humm auch: „Amazon.de wird sich weiterhin an die nationale Preisbindung halten.“

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