Wie eben schon kurz gemeldet, hat das Landgericht Berlin heute in einem richtungsweisenden Grundsatzurteil entschieden, dass der Aufbau Verlag (siehe unsere div.- römisch nummerierten – Meldungen zum Thema Preisbindung aus den letzten Wochen) die Liefersperre gegen Libro aufrechterhalten kann. Nach über dreistündiger Verhandlung hat das Landgericht Berlin die über Librodisc gegen Aufbau eingereichte Klage gegen die Liefersperre abgewiesen. Zuvor hatte das Gericht versucht, Librodisc zu einem Vergleich zu bewegen. Dieser Vergleich hätte eine schriftliche Erklärung von Librodisc (der deutschen Libro-Tochter) beinhaltet, Bücher, die an die deutschen Filialen geliefert wurden, nicht an das österreichische Internet-Angebot von Libro weiterzuleiten und die in den deutschen Filialen installierten Terminals mit Direktanschluss an die österreichischen Bestseller-Billigangebote abzuschalten.Aufbau-Pressesprecherin Barbara Stang: „Der massive Angriff auf die Buchpreisbindung in Deutschland ist damit in einer frühen Phase gestoppt worden.“. Aufbau sei der Meinung, dass die Qualität des Buchangebots in Deutschland zu marktgerechten Preise und im fairen Wettbewerb von den Verlagen mit programmatischen Bewusstsein und den Buchhandlungen mit breitem Sortiment nur durch den gebundenen Ladenpreis gesichert werden kann. Stang: „Das heutige Urteil bestätigt diese Auffassung und ist ein deutliches Ja zur Buchpreisbindung in Deutschland“.
Walter Unterweger: „Außergewöhnliche Inhalte mit hochwertiger Ausstattung so deutlich wie möglich von lieblosen KI-Publikationen unterscheidbar halten“
Im Ranking Die 100 größten Verlage des Börsenblatts zeigt sich, dass der zu Bonnier gehörende Verlag Adrian & Wimmelbuch die vergangenen Jahre stark aufgeholt hat und heute bei einem Umsatz von 12 Mio Euro liegt. Woran liegt das?, haben wir Verleger und Gesellschafter Dr. Walter Unterweger gefragt.