Die Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher Sortiments-und Fachbuchhandlungen e.V. (AWS) hat in einer Presseerklärung des Vorstands in die Preisbindungsdiskussion eingegriffen. Hier der Wortlaut:Die Hiobsbotschaften über die Preisbindung reißen nicht ab: Durchsuchungen von Büros unserer Berufskollegen und Einsicht in Unterlagen des Börsenvereins sind Aktionen, wie wir sie sonst nur bei hinreichendem Verdacht auf strafbare Handlungen kennen. Wie sollen diese überzogenen Schritte aus Brüssel gewertet werden? Brüssel hat unseren Berufsstand damit in eine Ecke mit Straftatverdächtigen gestellt. Der gesamte deutsche Buchhandel erscheint plötzlich im schillernden Zwielicht des Abzocker-Milieus. Es ist der Versuch einer Einschüchterung, wie sie in der Geschichte des Buches selten vorkam. Ungeachtet der rechtlichen Bewertung gleicht das Vorgehen von Brüssel dem Schlag einer moralischen Keule gegen die Philosophie des traditionellen Buchhandels, nämlich gegen das Bemühen um ein geregeltes Miteinander in der deutschsprachigen Informationskultur. Mit Erschütterung müssen wir erfahren, dass Brüssel die Einzigartigkeit unserer Buchlandschaft strangulieren will.Es ist längst überfällig – nicht nur in Sachen Preisbindung – dem unkontrollierten, staatsgewaltigen Zentralorgan in Brüssel Einhalt zu gebieten. Denn wenn Macht maßlos wird, wird Widerstand zur Pflicht – in diesem Fall mit der Kraft des Wortes und einer Politik, die von uns mitgestaltet werden muss!
Prestel Junior feiert 30 Jahre Kinderbuch
Der Kinderbuchverlag Prestel Junior begeht in diesem Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Seit seiner Gründung habe der Verlag Maßstäbe gesetzt für hochwertige, anspruchsvoll illustrierte Kinderbücher – von Kunst- und Bilderbüchern bis